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Gaza-Konflikt : Vermittler

Im Gaza-Konflikt müssen Ziele und Interessen zu einem Ausgleich gebracht werden, die sich im Grunde ausschließen.

          Es ist eine doppelte Botschaft, die Außenminister Westerwelle und andere in Jerusalem überbringen: die Solidarität mit Israel und die Bitte, nicht im Gazastreifen einzumarschieren und „zurückhaltend“ vorzugehen. In Kairo wird dann die ägyptische Regierung bekniet, die Hamas dazu zu bewegen, die Raketenangriffe auf Israel einzustellen, da sonst das Schlimmste drohe. Iran und seine Spießgesellen wiederum rufen zur Aufrüstung der militanten Islamisten und Terroristen auf, denn sie sind an palästinensischen Opfern für Propagandazwecke interessiert.

          Es sind viele Vermittler unterwegs - berufene, selbsternannte und solche mit Einfluss - und auch Saboteure. Ziele und Interessen müssen zu einem Ausgleich gebracht werden, die sich im Grunde ausschließen. Dass viele Fäden in Kairo zusammenlaufen, ist auch ein Zwischenergebnis der Arabellion; es ist Bürde und zugleich Profilierungschance für Ägyptens neue Führung. Erreicht sie eine Waffenruhe, wäre das ein großer politischer Prestigegewinn. In jedem Fall beginnt danach die eigentliche Vermittlungsarbeit: für einen dauerhaften Waffenstillstand.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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