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CSU-Politiker in Moskau : Gauweiler: Deutsche Russland-Politik ist feige

  • Aktualisiert am

Peter Gauweiler, Bundestagsabgeordneter der CSU Bild: dpa

Der Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler (CSU) besucht derzeit Moskau. Dort geht er mit der deutschen Russland-Politik hart ins Gericht und verweist auf die Fälle Irak und Iran.

          Der CSU-Bundestagsabgeordnete Peter Gauweiler (65) hat bei der Eröffnung des Jahres der deutschen Sprache und Literatur in Moskau die Russland-Politik der Bundes kritisiert. „Die Sanktionspolitik ist eine feige Politik, die in die falsche Richtung geht“, sagte der Politiker am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur in Moskau. Die Erfahrungen im Iran und im Irak hätten gezeigt, dass solche Strafmaßnahmen nicht wirkten.

          In der Residenz des deutschen Botschafters Rüdiger Freiherr von Fritsch verteidigten Kulturschaffende, dass ungeachtet des Ukraine-Konflikts das Kulturjahr mit 200 Veranstaltungen in fast 30 russischen Städten über die Bühne gehe. Polen etwa hatte ein solches Jahr angesichts von Russlands Kurs im Ukraine-Konflikt abgesagt.

          „Wir müssen die Kommunikationskanäle offenhalten“, sagte der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Johannes Ebert. Umstritten war in Moskau allerdings die Ausladung des deutschen Rappers Cro, auf den sich Tausende russische Jugendliche gefreut hatten. Das Goethe-Institut begründete die Entscheidung mit der politischen Situation, in der Deutschland mit Rücksicht auf die Lage in der Ukraine lieber keine Partys in Russland organisiere.

          Der Politiker Gauweiler traf als Vorsitzender des Unterausschusses Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik des Bundestages in Moskau auch Kirchen- und Wirtschaftsvertreter sowie russische Spitzenpolitiker, darunter Parlamentspräsident Sergej Naryschkin.

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