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In einer multipolaren Ordnung : Die NATO – eine Totgesagte lebt

  • -Aktualisiert am

Die NATO wird transformiert für die sicherheitspolitischen Herausforderungen der Zukunft. Bild: AP

Die NATO ist weder „hirntot“, wie von Frankreichs Präsident Macron behauptet noch überflüssig. Sie ist ein starkes transatlantisches Bündnis und die unverzichtbare Lebensversicherungspolice für Deutschland. Ein Gastbeitrag

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          Die NATO sei „obsolet“, behauptete Donald Trump schon 2017 vor seiner Amtseinführung als amerikanischer Präsident. Beim NATO-Gipfel 2018 setzte er gleich noch einen drauf: den Mitgliedstaaten, die ihre Verteidigungsverpflichtungen – Stichwort: 2 Prozent – nicht erfüllten, drohte er indirekt, die Beistandsgarantie nach Artikel 5 des NATO-Vertrags zu entziehen. Im November 2019 diagnostizierte dann der französische Präsident Emmanuel Macron den „Hirntod“ der NATO. Mehr tot geht nicht.

          Damit postulierten die Präsidenten von zwei von drei Nuklearnationen der Allianz innerhalb kurzer Zeit deren politisches Ende. Die Welt rieb sich ob dieses im innersten Zirkel der NATO ausgestellten Totenscheins erstaunt die Augen, und ein weiterer Präsident, Putin, konnte sein Glück wohl kaum fassen. Triumphale Töne aus Moskau blieben gleichwohl aus. Vermutlich ahnte er: So leicht ist die Allianz nicht kleinzukriegen.

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