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Gas eingeleitet? : Vier Palästinenser in Schmugglertunnel getötet

  • Aktualisiert am

Angehörige trauern um ihren getöteten Verwandten Bild: AP

Die Hamas hat Ägypten vorgeworfen, Gas in einen Schmugglertunnel zum Gazastreifen eingeleitet zu haben. Dort sind vier Palästinenser erstickt.

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          In einem Tunnel zwischen Ägypten und dem Gazastreifen sind nach Angaben der Hamas vier Palästinenser getötet worden. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden wurden sechs weitere Schmuggler schwer verletzt. Die palästinensischen Behörden warfen den ägyptischen Sicherheitskräften vor, ein giftiges Gasgemisch in den Tunnel eingeleitet und angezündet zu haben. Von ägyptischer Seite wurde dies bestritten.

          Ein ägyptischer Sicherheitsbeamter sagte, die Regierung im Gazastreifen werde von der ägyptischen Polizei zudem stets über die bevorstehende Zerstörung eines Tunnel informiert, damit dieser von palästinensischer Seite rechtzeitig geräumt werden könne.

          Ein Klinikarzt in der Grenzstadt Rafah, Hamdan Abu Latifa, sagte, die Schmuggler seien erstickt. Die Hamas forderte Ägypten zu einer Erklärung auf. Dies sei ein „schreckliches Verbrechen an einfachen palästinensischen Arbeitern, die nur versuchen, ihr täglich Brot zu verdienen“, sagte Hamas-Sprecher Fausi Barhum.
          Israel und die Vereinigten Staaten haben Ägypten wiederholt gedrängt, mehr gegen den Schmuggel an seiner Grenze zum Gazastreifen zu unternehmen.
          Auf Druck Amerikas und Israels versucht Ägypten, die zahlreichen Schmugglertunnel in den Gazastreifen zu versiegeln.

          Durch die Tunnel sollen regelmäßig Waffen in das Gebiet gelangen. Die 1,5 Millionen Bewohner des Gazastreifens sind aber auch darauf angewiesen, durch die Tunnel mit Nahrungsmittel und anderen Gütern des Alltags versorgt zu werden. Die offiziellen Grenzübergänge zu Ägypten wie zu Israel sind seit 2007 geschlossen. Damals übernahm die islamisch-fundamentalistische Hamas die alleinige Macht im Gazastreifen und vertrieb die im Westjordanland regierende Fatah.

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