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G-20-Treffen in China : Weltpolitik und Selbstdarstellung

Chinesisches Militär vor dem Flughafen von Hangzhou Bild: Reuters

Der G-20-Gipfel in Hangzhou bietet Gelegenheit, um die großen Themen der Weltpolitik zur Sprache zu bringen - aber auch, um sich in Szene zu setzen.

          Wenn Russlands Präsident sagt, das G-20-Treffen solle nicht politisch überfrachtet werden, hat er nicht unrecht. Das Format wurde 2008 auf die Ebene der „Chefs“ gehoben, um unter Anerkennung der ökonomischen Gewichte in der Welt ein gemeinsames Vorgehen in Schlüsselfragen der Weltwirtschaft zu organisieren - die Bilanz ist nicht umwerfend.

          Dennoch wäre es weltfremd zu erwarten, dass die großen Themen der Weltpolitik bei einer Versammlung von Staats- und Regierungschefs nicht zur Sprache kommen, deren Länder über die größten Machtpotentiale verfügen. Kein Wort über Syrien, über den Disput im Südchinesischen Meer, die Ukraine, die Türkei? Mindestens in kleinen Kreisen muss darüber gesprochen werden.

          Darüber hinaus bietet das G-20-Treffen im chinesischen Hangzhou Gelegenheit zu vielerlei: zur grandiosen Selbstdarstellung für Xi Jinping, zum Abschiednehmen für Barack Obama, zur Demonstration von Machtbewusstsein für Wladimir Putin, zum Kennenlernen der britischen Premierministerin May. Von ihr dürften viele erfahren wollen, ob sie nun endlich einen Plan für den Brexit hat.

          Klaus-Dieter Frankenberger

          verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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