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G-20-Gipfel : Prügeln ohne Sinn

Das Treiben prügelsüchtiger Gruppen, denen sonst nichts fehlt, dominiert leider nicht nur die erlaubten Proteste, sondern die gesamte Wahrnehmung der Gipfel.

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          Muss das überhaupt sein – ein Mega-Gipfel mitten in Hamburg? Es gibt genügend Gründe und Erfahrungen, die Treffen von Staats- und Regierungschefs eher in der Abgeschiedenheit als in Millionenstädten abzuhalten. Andererseits geht es bei diesen Konferenzen um die Menschen in aller Welt, es tagen deren Repräsentanten, die meisten, nicht alle, sind demokratisch gewählt. Dann sollen sie sich auch zeigen. Und die Proteste sehen.

          Hierzulande ist jede friedliche Demonstration willkommen, auch wenn das Stadtoberen, Sicherheitskräften und Anwohnern oft nicht behagen mag. Auch gegen „Berufsprotestlertum“ ist nichts einzuwenden. Aber leider ziehen diese Gipfeltreffen mittlerweile gewalttätige „Profis“ an, die nichts mit der freiheitlichen Grundordnung am Hut haben – und auch kaum mit Afrika, um dessen Schicksal es in Hamburg geht.

          Das Treiben prügelsüchtiger Gruppen, denen eigentlich sonst nichts fehlt, dominiert nicht nur die friedlichen Demonstrationen, die erlaubt sein müssen, sondern die öffentliche Wahrnehmung dieser Zusammenkünfte insgesamt. Das haben sie nicht verdient.

          Reinhard Müller
          Verantwortlicher Redakteur für „Zeitgeschehen“ und F.A.Z. Einspruch, zuständig für „Staat und Recht“.

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