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Donezker Separatistengebiet : Fünfjähriger stirbt laut Berichten durch Sprengsatz in Ostukraine

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Ein ukrainischer Soldat in der Ostukraine Ende Dezember 2019 Bild: dpa

Örtlichen Medienberichten zufolge wurde am Samstag nahe Donezk ein fünfjähriger Junge getötet und dessen Großmutter schwer verletzt, als eine Bombe explodierte. Der Sprengsatz soll mit einer Drohne in den Hof eines Familienhauses geworfen worden sein.

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          Im Konfliktgebiet Ostukraine sind abermals Menschen getötet und verletzt worden. Örtlichen Medienberichten zufolge wurden am Samstag bei der Ortschaft Olexandriwske im Donezker Separatistengebiet ein fünfjähriger Junge getötet und seine 66-jährige Großmutter schwer verletzt. Mit einer Drohne sei ein Sprengsatz in den Hof des Einfamilienhauses geworfen worden, hieß es. Unabhängige Bestätigungen lagen dafür zunächst nicht vor. Am Vortag war im Luhansker Separatistengebiet ein Kämpfer getötet worden.

          Teile der Gebiete Donezk und Luhansk entlang der russischen Grenze werden seit knapp sieben Jahren von prorussischen Aufständischen kontrolliert. UN-Schätzungen zufolge wurden durch die Kämpfe mindestens 13.000 Menschen getötet.

          Auf Regierungsseite wurde ebenfalls im Donezker Gebiet bei der Siedlung Schumy Armeeangaben zufolge ein Soldat durch einen unbekannten Sprengsatz getötet. Davor war über die Verwundung zweier weiterer Soldaten informiert worden.

          Das Internationale Rote Kreuz wies unterdessen darauf hin, dass der Donbass zu den am stärksten verminten Gebieten weltweit zähle. Vor allem Kinder stießen beim Spielen immer wieder auf explosive Überreste und würden verletzt oder getötet, hieß es in einer Mitteilung.

          Seit Jahresbeginn starben trotz geltender Waffenruhe auf Regierungsseite mindestens 22 Soldaten. Im Rebellengebiet wurden in der gleichen Zeit etwa 23 Menschen getötet.

          Ein 2015 vereinbarter Friedensplan liegt auf Eis. Erhöhte Spannungen im Konfliktgebiet hatten zuletzt international Besorgnis ausgelöst. Beobachtern der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) zufolge liegt die Zahl an Verstößen gegen die Waffenruhe jedoch weiter deutlich unter den Werten des Vorjahres.

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