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Fünf Jahre Referendum : Hat sich der Brexit gelohnt?

Ein Brexit-Befürworter in London am 31. Januar 2020, als der EU-Austritt formal vollzogen wurde Bild: AFP

Die Bilanz des britischen EU-Austritts fällt bisher gemischt aus. Aber in den Abgrund hat er das Vereinigte Königreich nicht gezogen.

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          Als Brexiteers und Remainers am 23. Juni 2016 ihre Stimme im EU-Referendum abgaben, prallten extreme Prognosen aufeinander. Während die Freunde der Europäischen Union vor einer „Katastrophe“ für das Vereinigte Königreich warnten, verhießen die Gegner des Integrationsprojekts ein „globales Britannien“, das sich, „befreit von den Fesseln der EU“, noch viel prächtiger entwickeln werde.

          Eine Zwischenbilanz nach den ersten fünf Jahren dürfte wohl zum Ergebnis gelangen, dass beide Seiten ein bisschen dick aufgetragen haben.

          Chaotisch war vor allem die Phase bis zur Einigung auf ein Austrittsabkommen. Dreieinhalb Jahre stürzte der Streit über die Umsetzung des Referendums die tief zerrissene britische Gesellschaft von einer Krise in die nächste, fegte Regierungen hinweg und brachte das ehrwürdige Westminster-System bis an den Rand der Funktionsfähigkeit.

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