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Hongkong : Sympathie für die Frontkämpfer

Feuer und Flamme: Aktivisten attackieren das Regierungsgebäude. Bild: Polaris/laif

Vermummt und in Gruppen ziehen die sogenannten „Frontkämpfer“ durch die Stadt und hinterlassen Verwüstung. Warum gewaltsame Proteste in Hongkongs Bevölkerung so viel Unterstützung finden.

          4 Min.

          In Hongkong dreht sich die Eskalationsschraube weiter. Nicht nur die Polizei, auch die Aktivisten greifen zu radikaleren Methoden. Erst vor Kurzem wurden wieder U-Bahn-Stationen verwüstet, Polizisten mit Molotow-Cocktails bedroht und mit Hassparolen wie „Möget ihr gemeinsam mit eurer Familie sterben“ überzogen. Nur ein sehr kleiner Teil der vielen hunderttausend Hongkonger, die seit Juni regelmäßig auf die Straße gehen, beteiligt sich an solchen Aktionen.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für Ostasien.

          Die Regierung schätzt die Zahl der sogenannten „Frontkämpfer“, die die direkte Konfrontation mit der Polizei suchen, auf etwa 2.000, die Zahl der Militanten auf 10.000. Doch genießen gewaltbereite Aktivisten in Hongkong derzeit eine auffallend breite Unterstützung in der Bevölkerung. Die Vermummten in Hongkong mögen aussehen wie der linksextreme „Schwarze Block“ in Deutschland, doch ihre Rolle ist eine ganz andere.

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