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EU-Grenzschutzagentur Frontex : Illegale Migration steuert auf Fünf-Jahres-Tief zu

  • Aktualisiert am

Ankunft in Spanien: Migranten aus Afrika Bild: AP

In diesem Jahr habe es so wenig illegale Grenzübertritte gegeben wie zuletzt 2013, teilte die Grenzschutzagentur Frontex mit. Die meisten Migranten kämen mittlerweile nicht mehr nach Italien, sondern nach Spanien.

          Die Zahl illegal in die EU einreisender Migranten steuert nach Angaben der EU-Grenzschutzagentur Frontex 2018 auf ein Fünf-Jahres-Tief zu. Aktuellen Prognosen zufolge habe es zuletzt 2013 so wenig illegale Grenzübertritte gegeben, teilte Frontex am Mittwoch in Warschau mit. Bis Oktober seien es 118.900 Fälle gewesen – rund ein Drittel weniger als 2017 zu diesem Zeitpunkt.

          Vor allem über die zentrale Mittelmeerroute zwischen Libyen und Italien kämen inzwischen deutlich weniger Menschen. Im Jahresverlauf sei die Zahl hier um 81 Prozent auf 21.600 zurückgegangen. Die Regierung in Rom fährt einen harten Anti-Migrationskurs.

          Stattdessen kommen die meisten Migranten mittlerweile in Spanien an. Fast 60 Prozent der illegal in die EU eingereisten Migranten kamen den Angaben zufolge im Oktober über die westliche Mittelmeerroute. Zwischen Januar und Oktober seien es 45.900 Menschen über diese Route gewesen – mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum 2017. Die meisten Menschen kämen aus Marokko, Guinea und Mali.

          Auf der östlichen Mittelmeerroute sei die Zahl illegaler Übertritte von Januar bis Oktober im Vergleich zu 2017 um 37 Prozent auf 47.100 angestiegen – viele Fälle würden an der Landgrenze zur Türkei registriert.

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