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Umfrage in Frankreich : Mehrheit der Franzosen hält Front National für gefährlich

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Eine Gefahr für die Demokratie? Die Mehrheit der Franzosen denkt so über Le Pens Partei Front National. Bild: AFP

Umfragen zeigen, dass die rechtsextreme Front National an Rückhalt in der Bevölkerung verliert. Doch immer noch ist jeder Dritte grundsätzlich einverstanden mit Le Pens Ideen.

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          Eine deutliche Mehrheit von 58 Prozent der Franzosen hält die rechtsextreme Front National (FN) von Marine Le Pen für eine Gefahr für die Demokratie. Das sind elf Prozentpunkte mehr als noch vor vier Jahren, wie es in einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage der Institute Kantar Sofres und OnePoint heißt.

          Zugleich sind demnach 33 Prozent der Befragten grundsätzlich einverstanden mit den Ideen, welche die FN vertritt. Über die vergangenen Jahre gesehen ist dieser Wert relativ konstant. Deutlich zurückgegangen ist dagegen die Zustimmung zu Marine Le Pens Forderung, die Eurozone zu verlassen und wieder eine nationale Währung einzuführen: Das wünschen sich nur 22 Prozent der Befragten – zwölf Prozentpunkte weniger als noch vor fünf Jahren.

          Rund 20 Prozent wollen Le Pen als Präsidentin

          Laut der von der Tageszeitung „Le Monde“ und dem Nachrichtensender Franceinfo veröffentlichten Umfrage wünschen sich 19 Prozent der Befragten, dass Parteichefin Le Pen die anstehende Präsidentschaftswahl gewinnt. 76 Prozent gehen davon aus, dass es die 48 Jahre alte Kandidatin zumindest in die Stichwahl am siebten Mai schafft.

          Die meisten Meinungsforscher gehen davon aus, dass die Tochter von FN-Gründer Jean-Marie Le Pen in die zweite Runde der Präsidentschaftswahl kommt. In Umfragen für die erste Runde am 23. April liegt sie seit geraumer Zeit vorne. Ein Sieg in der Stichwahl gilt allerdings als unwahrscheinlich: Umfragen zufolge würde sie dort dem parteilosen Mitte-Kandidaten Emmanuel Macron klar unterliegen.

          Allerdings sind viele Franzosen noch unentschlossen, wem sie bei der Präsidentschaftswahl ihre Stimme geben sollen. Meinungsforscher sind zudem seit dem überraschenden Brexit-Votum und der Wahl von Donald Trump zum amerikanischen Präsidenten besonders vorsichtig.

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