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Friedensnobelpreisträgerin Maathai gestorben : Nicht nur Mutter der Bäume

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Wangari Maathai bei der Vergabe des Friedensnobelpreis im Jahr 2004 in Oslo Bild: dpa

Wangari Maathai ist tot. Die Kenianerin hatte für ihr Umwelt-Engagement 2004 als erste Afrikanerin den Friedensnobelpreis erhalten. Maathai galt auch als Symbolfigur der afrikanischen Frauenbewegung.

          Sie war immer die Erste: die erste Ostafrikanerin, die einen Doktortitel erwarb, die Erste, die in ihrem Land Professorin wurde, und sie war auch die erste Frau, die in Kenia Leiterin einer Universitätsabteilung wurde. Nicht zuletzt war Wangari Maathai die erste Afrikanerin, die 2004 mit einem Friedensnobelpreis geehrt wurde.

          Die Auszeichnung galt ihrem Engagement für den Umweltschutz und besonders ihrem Kampf gegen das Abholzen der Wälder in Kenia. Mehr als 45 Millionen Bäume wurden dank der vor ihr gegründeten Bewegung „Green Belt Movement“ in den zurückliegenden 35 Jahren in etlichen afrikanischen Ländern neu gepflanzt.

          Maathai zählte wie der in Kenia geborene Barack Obama Sr., der Vater des heutigen amerikanischen Präsidenten, zu den kenianischen Studenten, die in den sechziger Jahren über ein Austauschprogramm in den Vereinigten Staaten studieren konnten. Die „African-American Students Foundation“ führte sie nach Atchison in Kansas und nach Pittsburgh, später ging sie auch an Hochschulen in Gießen und München.

          Mit gleicher Vehemenz für Frauenrechte gekämpft

          Für ihre Arbeit bekam Maathai, die am 1. April 1940 in dem Ort Nyeri geboren wurde, zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Alternativen Nobelpreis (1984) und den Orden der französischen Ehrenlegion (2006). Die promovierte Biologin allerdings lediglich als „Mutter der Bäume“ abzutun, wie sie in ihrer Heimat genannt wird („Mama Miti“), tut der Frau unrecht.

          Sie setzte sich mit der gleichen Vehemenz für die demokratischen Rechte - besonders von Frauen - ein, gründete eine panafrikanische Frauenbewegung und wurde wegen ihres Eintretens für die Wahrung der Menschenrechte mehrfach verhaftet und eingesperrt. Im Jahr 2002 schaffte sie mit dem Wahlbündnis „National Rainbow Coalition“ (NARC) den Einzug ins kenianische Parlament, wo sie in der Regierung von Präsident Mwai Kibaki zur stellvertretenden Umweltministerin aufstieg.

          Am Sonntag starb Wangari Maathai in Nairobi nach einem langen Krebsleiden. Sie wurde 71 Jahre alt.

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