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Nordirlandkonflikt : Friedensnobelpreisträger John Hume gestorben

  • Aktualisiert am

John Hume 1937-2020 Bild: Reuters

John Hume gehörte zu den prägenden Politikern seines Landes. 1998 erhielt er den Friedensnobelpreis für seine Bemühungen um ein Ende des Nordirlandkonflikts. Nun ist er im Alter von 83 Jahren gestorben.

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          Der nordirische Politiker und Friedensnobelpreisträger John Hume ist tot. Hume sei am Montag im Alter von 83 Jahren gestorben, teilte seine Familie mit. Hume gehörte zu den prägenden Politikern seines Landes. Den Nobelpreis erhielt er im Jahr 1998 gemeinsam mit David Trimble für seine friedlichen Bemühungen für die Lösung des Nordirlandkonflikts.

          „In tiefer Trauer müssen wir verkünden, dass John nach kurzer Krankheit in den frühen Morgenstunden gestorben ist“, erklärte die Familie.

          Hume war jahrelang Vorsitzender der mehrheitlich katholischen Social Democratic and Labour Party (SDLP), die sich für die friedliche Wiedervereinigung Irlands einsetzt. Gemeinsam mit dem Konservativen David Trimble von der unionistischen Ulster Unionist Party (UUP) war er an der Aushandlung des Karfreitagsabkommens von 1998 beteiligt, mit dem der jahrzehntelange blutige Nordirland-Konflikt überwunden wurde.

          Bei dem Konflikt standen sich mehrheitlich katholische Befürworter einer Vereinigung der beiden Teile Irlands und überwiegend protestantische Großbritannien-Loyalisten gegenüber. Etwa 3700 Menschen kamen dabei ums Leben, etwa 50.000 wurden verletzt.

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