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Friedensnobelpreis : So viele waren noch nie nominiert

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Die Medaille des Friedensnobelpreises, entworfen 1902 von dem norwegischen Künstler Gustav Vigeland Bild: dpa

Am Vormittag wird in Oslo der diesjährige Friedensnobelpreisträger bekanntgegeben. Die Zahl der Nominierten war noch nie so hoch wie in diesem Jahr.

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          Der Gewinner des diesjährigen Friedensnobelpreises wird an diesem Freitag in Oslo bekanntgegeben. Mit 376 Nominierungen dürften sich so viele Kandidaten Hoffnungen auf die Ehrung machen wie noch nie zuvor in der über hundertjährigen Geschichte des prestigeträchtigen Preises.

          Bei den Nominierten handelt es sich laut dem Nobelpreis-Komitee um 228 Einzelpersonen und 148 Organisationen. Eine offizielle Liste mit Namen gibt es nicht.  Die schwedische Organisation “Lay Down Your Arms” hat über ihr Projekt „Nobel Peace Prize Watch“ aber vorab eine Shortlist mit 33 Kandidaten veröffentlicht. darunter auch die Berliner Organisation „Juristen und Juristinnen gegen atomare, biologische und chemische Waffen“, Papst Franziskus und der inhaftierte palästinensische Fatah-Führer Marwan Barghouti.

          Zwei norwegische Professoren haben außerdem Edward Snowden nominiert, zusammen mit der ehemaligen amerikanischen Polizistin Kathryn Bolkovac und der Schriftstellerin und Aktivistin Arundhati Roy. Gemeinsam stünden sie für den Einsatz für eine andere Weltordnung, die geprägt sei „von moralischen Grundsätzen, Solidarität, Mut und Gerechtigkeit“. Das Projekt „Nobel Peace Prize Watch“ will den Vergabeprozess transparenter gestalten und zur öffentlichen Diskussion über die Preisträger anregen.

          Als Kandidaten gelten aber auch griechische Inselbewohner, die sich für die Rettung von Flüchtlingen im Mittelmeer einsetzen.Die Entscheidung des Nobelpreis-Komitees soll um 11 Uhr bekanntgegeben werden.

          Die Auszeichnung ging in der Vergangenheit unter anderem an den jüngst verstorbenen ehemaligen israelischen Präsidenten Schimon Peres, den südafrikanischen Freiheitskämpfer und späteren Präsidenten Nelson Mandela, an den amerikanischen Präsidenten Barack Obama, Mutter Teresa und die Europäische Union (EU). 2015 wurde mit dem nationalen Dialog-Quartett die tunesische Demokratiebewegung geehrt.

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