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Friedensnobelpreisträger : „Wichtiges Signal für die Pressefreiheit“

  • Aktualisiert am

Der Präsident des Europäischen Rates, Charles Michel, am 6. Oktober im slowenischen Brdo Bild: AFP

Für die Vergabe des Friedensnobelpreises an eine philippinische Journalistin und einen russischen Journalisten gibt es viel Anerkennung von den Vereinten Nationen und der EU. Die Auszeichnung stärke den freien Journalismus.

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          UN-Generalsekretär António Guterres hat der philippinischen Journalistin Maria Ressa und dem russischen Journalisten Dmitri Muratow zur Auszeichnung mit dem Friedensnobelpreis gratuliert. „Diese Anerkennung ist eine Erinnerung daran, dass keine Gesellschaft ohne Journalisten frei sein kann, die Fehlverhalten untersuchen und den Machthabern die Wahrheit sagen können“, schrieb Guteres am Freitag in New York. Die Pressefreiheit sei für Frieden, Gerechtigkeit und Menschenrechte von entscheidender Bedeutung.

          Auch Spitzenpolitiker der EU gratulierten Ressa und Muratow zum Friedensnobelpreis. Demokratie und Frieden würden ohne mutige Journalisten nicht funktionieren, sagte der Präsident des Europaparlaments, David Sassoli, am Freitag. Der Präsident des europäischen Rates, Charles Michel, bezeichnete die Auswahl der Preisträger als „ein wichtiges Signal für die Pressefreiheit - einen europäischen Kernwert“. Der EU-Außenbeaufragte Josep Borrell sagte, der Einsatz der beiden sei entscheidend, um die Meinungsfreiheit zu sichern.

          Die Organisation Reporter ohne Grenzen lobte die Auszeichnung Ressas und Muratows als außergewöhnliche Würdigung des Journalismus. „Dies ist eine starke Botschaft zu einer Zeit, in der Demokratien durch das Verbreiten von Fake News und Hassrede unterwandert werden“, zitierte die französische Hilfsorganisation ihren Generalsekretär Christophe Deloire am Freitag in einer Mitteilung. Der Preis ist demnach auch ein Aufruf zur Mobilisierung. Dieses Jahrzehnt werde für den Journalismus entscheidend sein, so Deloire.

          Das norwegische Nobelkomitee hatte zur Begründung der Preise am Freitag in Oslo erklärt, Ressa verteidige die Meinungsfreiheit in einem zunehmend autoritärer werdenden Land. Muratow setzte sich seit vier Jahrzehnten für freie Meinungsäußerung in Russland ein.

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