https://www.faz.net/-gpf-935t2

Von hinten „betatscht“ : Frauen werfen George H.W. Bush sexuelle Belästigung vor

  • -Aktualisiert am

Niedrige Körperposition: Der ehemalige amerikanische Präsident George H. W. Bush braucht seit fünf Jahren einen Rollstuhl. Bild: dpa

George H. W. Bush habe sie unsittlich berührt und „schmutzige Witze“ gemacht, sagen zwei Schauspielerinnen. Der frühere amerikanische Präsident hat dafür eine einfache Erklärung.

          Auch der frühere amerikanische Präsident George H. W. Bush soll Frauen sexuell belästigt haben. Die Schauspielerin Heather Lind, die seit drei Jahren für die Historienserie „Turn: Washington’s Spies“ vor der Kamera steht, beschuldigte den 93 Jahre alten ehemaligen Politiker auf Instagram, sie bei einem gemeinsamen Foto im Jahr 2013 unsittlich berührt zu haben. „Er begrabschte mich von hinten aus seinem Rollstuhl, während seine Ehefrau Barbara Bush neben im stand. Dazu erzählte er mir einen schmutzigen Witz.“

          Die 34 Jahre alte Schauspielerin soll den früheren Präsidenten damals bei einem Screening getroffen haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe berichtete die Schauspielerin Jordana Grolnick über ähnliche Erfahrungen mit Bush. Der Republikaner soll die New Yorkerin im Sommer 2016 während der Pause des Theaterstücks „Der Glöckner von Notre Dame“ in Maine hinter der Bühne besucht haben. Schauspielerkollegen hatten Grolnick angeblich vor möglichen Übergriffen bei Fotoaufnahmen gewarnt. Bush sei der Ruf vorausgeeilt, Frauen immer wieder unsittlich zu berühren. „Ich dachte aber, er sitzt in einem Rollstuhl. Was sollte er schon anrichten?“, erinnerte sich Grolnick am Mittwoch auf dem Internetportal deadspin.com. Wenig später fühlte sie angeblich die rechte Hand des damals Zweiundneunzigjährigen auf ihrem Po.

          Jim McGrath, der Sprecher des früheren Präsidenten, begründete die angeblichen Belästigungen eher unbeholfen mit dem Gesundheitszustand des Politikers. Da Bush seit etwa fünf Jahren auf einen Rollstuhl angewiesen sei, lege er seine Hand auf die Taille von Menschen, mit denen er sich fotografieren lässt. „Manchmal hat er auch das Hinterteil von Frauen betätschelt. Er meinte das aber freundlich“, teilte McGrath mit.

          Seit „New York Times“ und „New Yorker“ vor drei Wochen Vorwürfe über sexuellen Missbrauch Dutzender Frauen gegen den Hollywood-Mogul Harvey Weinstein öffentlich machten, melden sich in den Vereinigten Staaten fast täglich weitere Frauen mit Anschuldigungen gegen Prominente. So sollen unter anderen der Filmemacher James Toback, der Produzent Chris Savino und der Fernsehkoch John Besh immer wieder Nachwuchsstars und Angestellte sexuell bedrängt haben.

          Weitere Themen

          Merkel bekräftigt EU-Zusicherungen Video-Seite öffnen

          „Brexit-Deal“ auf der Kippe : Merkel bekräftigt EU-Zusicherungen

          Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bereitschaft der EU unterstrichen, zur Billigung des Brexit-Austrittsvertrages im britischen Unterhaus beizutragen. Merkel betonte, dass die EU nicht erneut über das Austrittsabkommen verhandeln werde.

          Im absoluten Krisenmodus

          EU-Gipfel in Brüssel : Im absoluten Krisenmodus

          Die Stimmung auf dem EU-Gipfel in Brüssel ist gereizt. Die EU will Theresa May nicht geben, was sie will, die Stimmen aus ihrer Heimat sind vernichtend. Und dann löchert Angela Merkel die Premierministerin noch mit Fragen.

          Das Gute-Kita-Gesetz kommt Video-Seite öffnen

          Neues Gesetz ab Anfang 2019 : Das Gute-Kita-Gesetz kommt

          Nach dem Entwurf sollen vom Bund zunächst bis 2022 rund 5,5 Milliarden Euro an die Länder fließen. Das Geld soll Kindertagesstätten und Kindergärten zugutekommen.

          Topmeldungen

          EU-Gipfel in Brüssel : Im absoluten Krisenmodus

          Die Stimmung auf dem EU-Gipfel in Brüssel ist gereizt. Die EU will Theresa May nicht geben, was sie will, die Stimmen aus ihrer Heimat sind vernichtend. Und dann löchert Angela Merkel die Premierministerin noch mit Fragen.

          Neue Gesetze : Was sich 2019 alles ändert

          Eine Reihe von Neuregelungen können zum 1. Januar 2019 kommen – in der letzten Sitzung des Jahres gab der Bundesrat dafür grünes Licht. Eine Verfassungsänderung bremst die Länder aber erst einmal aus.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.