https://www.faz.net/-gpf-95naj

Erstmals in der Geschichte : Frauen in Saudi-Arabien dürfen Fußballspiele besuchen

  • Aktualisiert am

Bisher alleinige Männersache: Saudische Fußballfans im Stadion in Kuweit-Stadt Bild: IBRAHIM/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Langsam setzt die saudische Regierung ihren Öffnungskurs fort: Frauen sollen auch Zugang zu ausgewählten Fußballstadien bekommen.

          Frauen in Saudi-Arabien dürfen am kommenden Freitag erstmals in der Geschichte des Landes ein Fußballspiel besuchen. Weibliche Besucher seien im Stadion der Hafenstadt Dschidda bei einer Partie der ersten saudischen Liga zugelassen, teilte die Regierung in der Hauptstadt Riad am Montag mit. In der Begegnung treffen die Teams Al-Ahli und Al-Batin aufeinander.

          Nur in Begleitung der Familie

          In dem islamisch-konservativen Königreich gelten strenge gesellschaftliche Regeln für Frauen. So waren ihnen bisher Besuche in Fußballstadion untersagt. Unter Leitung von Kronprinz Mohammed bin Salman will das Königshaus aber einige Reformen durchsetzen. So soll Frauen in diesem Jahr auch das Autofahren erlaubt werden. Einmalig hatten Frauen am vergangenen Nationalfeiertag Ende September schon einmal zu einer Feier ins Nationalstadion in Riad gedurft.

          Nach Angaben der Regierung dürfen Frauen in diesem Monat noch zwei weitere Spiele der ersten saudischen Liga besuchen, und zwar in der Hauptstadt Riad und in Dammam im Osten des Landes. Allerdings werden sie nicht allein, sondern nur in Begleitung der Familie eingelassen. Besuche von Fußballspielen sind ihnen in insgesamt drei Stadion gestattet, in denen es spezielle Familienblöcke gibt.

          Weitere Themen

          Wie China zur Industrie-Supermacht werden will Video-Seite öffnen

          Asien in Zahlen – Teil 3 : Wie China zur Industrie-Supermacht werden will

          China will zu den stärksten Wirtschaftsmächten der Welt aufschließen. Die Regierung hat deshalb einen ambitionierten Plan aufgelegt, der das Land auch technologisch an die Spitze bringen soll. Im Rest der Welt ist er umstritten.

          Topmeldungen

          Misstrauensvotum : Falls May über den Brexit stürzt

          Am Mittwochabend stimmen die konservativen Abgeordneten im britischen Unterhaus über die Zukunft ihrer Premierministerin ab. Doch wer könnte ihr nachfolgen, falls sie stürzt?

          Französische Gefährder-Datei : Attentate trotz „Vermerk S“

          Wie der mutmaßliche Angreifer von Straßburg waren auch die Attentäter von „Charlie Hebdo“ oder vom Bataclan in der französischen Sicherheitsdatei „fichier S“ als Gefährder vermerkt. Anschläge konnten sie trotzdem verüben – trotz verdeckter Überwachung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.