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Frauenstreik : Schweizerinnen demonstrieren für mehr Gleichberechtigung

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Einige Frauen protestieren schon am frühen Morgen: hier in Bern. Bild: EPA

Seit 48 Jahren ist die Gleichstellung der Geschlechter in der Schweizer Verfassung verankert – doch bis heute ist diese längst nicht in allen Lebensbereichen erreicht. Tausende Schweizerinnen streiken deshalb am Freitag für mehr Gleichberechtigung.

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          Seit 1981 steht in der Schweizer Verfassung: „Mann und Frau sind gleichberechtigt“. Weil die Gleichstellung von Mann und Frau jedoch noch immer nicht in allen Lebensbereichen erreicht ist, wollen am Freitag landesweit Zehntausende Schweizerinnen unter dem Motto
          „Lohn. Zeit. Respekt“ für mehr Gleichberechtigung demonstrieren.

          Die Frauen fordern vor allem gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Außerdem verlangen sie und ihre Unterstützer mehr Zeit für Familie und Angehörige. „Betreuungsaufgaben und Erwerbsarbeit unter einen Hut zu bringen, ist in der Schweiz fast nur mit einem Teilzeitpensum möglich“, betonen die Gewerkschaften. Zudem müsse ein besserer Schutz von Frauen vor Gewalt und sexueller Belästigung gewährleistet werden.

          Aufgerufen zum zweiten nationalen Frauenstreik haben linke Gewerkschafterinnen. Beim ersten Frauenstreik vor 28 Jahren in der Schweiz hatten Hunderttausend weibliche Beschäftigte ihre Arbeit niedergelegt.

          Bereits am 14. Juni 1991 demonstrierten Hunderttausende für mehr Gleichberechtigung in der Schweiz.
          Bereits am 14. Juni 1991 demonstrierten Hunderttausende für mehr Gleichberechtigung in der Schweiz. : Bild: Picture-Alliance

          Eine Statistik der Schweizer Bundesverwaltung ergab Anfang Mai: Schweizerinnen verdienen im Jahr 2019 rund ein Fünftel weniger als ihre männlichen Kollegen. Gerechnet auf einen achtstündigen Arbeitstag bedeutet das: Ab 15.24 Uhr arbeiten die Frauen gratis. Am Freitag machen die Teilnehmerinnen deshalb um diese Uhrzeit Feierabend. In vielen Städten wird es Kundgebungen und Demonstrationen geben. Zum Beispiel in Bern, Zürich, Basel und Genf. Berichten der Neuen Züricher Zeitung zu Folge hat der Frauenstreik jedoch bereits um Mitternacht mit einigem Lärm begonnen.

          Auch Männer dürfen am Frauenstreik teilnehmen

          Der Schweizer Arbeitsgeberverband (SAV) hatte zuvor angekündigt, Teilnehmerinnen müssten womöglich mit Konsequenzen rechnen, wenn sie während ihrer Arbeitszeit an den Streiks teilnähmen. Der Verband empfahl den Arbeitnehmerinnen deshalb einen Tag frei zu nehmen oder Überzeit zu kompensieren, wenn sie an den Demonstrationen teilnehmen möchten.

          Eine der Organisatorinnen der Streiks, Corinne Schärer, hofft auf großen Zulauf bei den Demos und lädt auch Männer herzlich ein, auf die Straße zu gehen. Nur im Vordergrund stehen sollten sie nicht – das täten sie ja sonst immer, sagte sie der Süddeutschen Zeitung 

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