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Anschlag auf „Puls“-Club : Frau von Orlando-Attentäter als Terrorhelferin angeklagt

  • Aktualisiert am

Der Pulse-Club in Orlando nach dem Anschlag im Juni 2016 Bild: AP

Omar Mateen tötet im Sommer bei einem Anschlag auf einen Schwulenclub in Orlando 49 Menschen. Nun ist auch seine Ehefrau angeklagt worden.

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          Sieben Monate nach dem tödlichen Anschlag auf einen Schwulenclub in Orlando ist die Ehefrau des Attentäters wegen Terrorvorwürfen und Behinderung der Justiz angeklagt worden. Noor S. wurde am Dienstag vor einem Gericht im kalifornischen Oakland die Anklage verlesen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

          Zum einen wird ihr vorgeworfen, ihrem Mann Omar Mateen dazu ermuntert und ihm dabei geholfen zu haben, eine ausländische terroristische Organisation, nämlich die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS), erheblich zu unterstützen. Außerdem soll S. die örtliche Polizei im Bundesstaat Florida und die Bundespolizei FBI bei den Ermittlungen zu dem Anschlag in die Irre geführt haben. Bei einer Verurteilung droht ihr lebenslange Haft.

          S. wurde am Dienstag zunächst von einem Pflichtverteidiger vertreten, wie die Staatsanwaltschaft der Nachrichtenagentur AFP mitteilte. Um ihr die Möglichkeit zu geben, sich von einem eigenen Anwalt verteidigen zu lassen, wurde für Mittwoch eine weitere Gerichtsanhörung angesetzt.

          49 Menschen getötet

          Mateen hatte im vergangenen Juni im Schwulenclub „Pulse“ in Orlando im Bundesstaat Florida 49 Menschen erschossen und weitere 53 verletzt, bevor er von Polizisten erschossen wurde. Der Attentäter hatte sich zuvor offenbar durch dschihadistische Propaganda im Internet radikalisiert.

          Medienberichten zufolge könnte S. vorab Kenntnis von den Anschlagsplänen ihres Mannes gehabt haben. Sie habe ihn mindestens ein Mal zu dem Nachtclub begleitet und ein anderes Mal mit ihm Munition gekauft, hieß es.

          S. war am Montag in Rodeo, einem Ort 40 Kilometer nordöstlich von San Francisco, festgenommen worden. Es war unklar, ob ihr vierjähriger Sohn, den sie mit Mateen hatte, bei ihr war. Ebenfalls unklar war, warum sie sich in Kalifornien aufhielt. Der Fall sollte an die Behörden in Florida übergeben werden. Diese hatten bereits vergangene Woche als weitere Maßnahme gegen S. beantragt, dass ihr Vermögen, darunter 30.500 Dollar (29.000 Euro), beschlagnahmt wird.

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