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Konflikt um Rentenreform : Die Krise hat Frankreich fest im Griff

  • -Aktualisiert am

Proteste gegen die geplante Rentenreform am Samstag in Paris Bild: AFP

Macron ist es bislang nicht gelungen, den sozialen Dialog zu verbessern. Sein Premierminister versucht nun, einen Ausweg aus dem Konflikt um die Rente zu finden – bevor am Ende des Reformversuchs nur Verlierer stehen.

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          Die guten Vorsätze haben nicht geholfen. Frankreich steht vor dem vierzigsten Streiktag. Die Hauptstadtregion, das wirtschaftliche Herz des Landes, steckt im Dauerstau, weil der öffentliche Nahverkehr gestört ist. Die Fernverbindungen der Bahn bleiben eingeschränkt. Die meisten Bürger sind wütend, resigniert oder einfach nur enttäuscht darüber, dass soziale Unrast schon wieder ihren Alltag beeinträchtigt.

          Dabei hatte Emmanuel Macron nach den monatelangen Protesten der „Gelbwesten“ im vergangenen Jahr versprochen, alles anders zu machen. Er stellte seinen als selbstherrlich und entrückt empfundenen Führungsstil in Frage und gelobte, stärker auf die Bürger zu hören. Der Präsident hielt sein Versprechen. Er nahm sich bewusst zurück. Wochenlang diskutierte sein Rentenhochkommissar mit den Sozialpartnern über die geplante Reform. Sogenannte Reformbotschafter organisierten in allen Landesteilen Bürgerdebatten.

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