https://www.faz.net/-gpf-acilu

Frankreichs Präsident : Macron nach Ohrfeige: Nichts wird mich aufhalten

  • Aktualisiert am

Präsident Emmanuel Macron mit seiner Frau Brigitte am Dienstag in Valence Bild: Reuters

Nachdem ein Mann ihn öffentlich geohrfeigt hatte, hat sich der französische Präsident zu dem Vorfall geäußert. Alles sei gut, sagte Macron. „Ich habe weitergemacht, und ich werde weitermachen.“

          1 Min.

          Der französische Präsident Emmanuel Macron hat sich am Dienstagabend selbst zu dem Vorfall geäußert, bei dem er im Département Drôme von einem Mann geohrfeigt worden war. In einem Interview mit der Regionalzeitung „Le Dauphiné Libéré“ sagte Macron: „Alles ist gut.“ Es habe sich um einen Einzelfall gehandelt. Er habe nach dem Vorfall seinen Besuch fortgesetzt. „Ich habe weitergemacht, und ich werde weitermachen“, so Macron. „Nichts wird mich aufhalten.“

          Elysée-Palast: „Versuch“ einer Ohrfeige

          Macron war am Dienstag vor weiteren Corona-Lockerungen in das Département Drôme gereist, um mit Gastwirten zu sprechen. Er besuchte etwa eine Hotelfachschule in Tain-l'Hermitage in der Nähe von Lyon. Draußen standen viele Menschen hinter einem Absperrgitter, wie Aufnahmen zeigen. Macron ging auf diese zu und streckte seine Hand in Richtung eines Mannes aus. Dieser holte mit seiner rechten Hand aus und traf Macron offenbar im Gesicht.

          Im Elysée-Palast war man bemüht, den Zwischenfall herunterzuspielen. Dort war auch auf Nachfrage nur von einem „Versuch“ die Rede, den Präsidenten zu schlagen. Macron habe seine Reise schließlich fortgesetzt, teilte der Élysée mit. Medienberichten zufolge soll der Angreifer „Montjoie Saint Denis„ und „Nieder mit der Macronie“ gerufen haben. „Monjoie Saint-Denis“ war der Schlachtruf und das Motto des Königreichs Frankreich und gilt als Erkennungszeichen der rechtsextremen Gruppe Action Française. Der Mann sowie eine weitere Person wurden festgenommen.

          Weitere Themen

          IOC leitet Untersuchung ein Video-Seite öffnen

          „Fall Timanowskaja" : IOC leitet Untersuchung ein

          Im Fall der belarussischen Leichtathletin Kristina Timanowskaja leitet das IOC eine offizielle Untersuchung gegen den nationalen Verband aus Belarus ein. Timanowskaja gibt an, sie hätte von ihrem Verband zur Rückkehr nach Minsk gezwungen werden sollen, nachdem sie Kritik an Funktionären geübt habe. Auf dem Tokioter Flughafen habe sie sich dann an die Polizei gewandt.

          Topmeldungen

          Der Name sagt schon alles: Das Containerschiff „Kyoto Express“ der Reederei Hapag-Lloyd wird auf dem Container Terminal Altenwerder in Hamburg umgeschlagen.

          Wirtschaftspolitik : Gefahr für die Globalisierung

          Heute wirkt die Globalisierung erstmals seit Jahrzehnten ernsthaft bedroht. Gleichzeitig wird der wirtschaftliche Wandel zahlreiche ordentlich bezahlte Jobs kosten. Es wäre gut, wenn die Politik die Folgen nicht erst entdeckt, wenn es zu spät ist.
          Der Impfschutz kann nach einigen Monaten nachlassen.

          Auffrischungsimpfungen : So wollen die Länder den Corona-Booster zünden

          Weil unklar ist, wie lange sich Geimpfte vor Corona in Sicherheit wiegen können, gibt es bald die dritte Spritze. Impfteams schwärmen wieder aus, die Arztpraxen übernehmen den Rest – doch wie genau soll die dritte Impf-Welle anrollen?

          Olympiasieger Wellbrock : Herr des Stillen Ozeans

          Im Pazifik dominiert Florian Wellbrock wie einst das Dream Team auf dem Parkett, wie der FC Bayern die Bundesliga. Als Olympiasieger und Nachfolger von Michael Groß entsteigt er dem größten Freibad der Welt.

          Waldbrände in der Türkei : Erdogan kennt die Schuldigen

          Die Türkei, sagt Staatspräsident Erdogan, kämpfe gegen die schlimmsten Waldbrände ihrer Geschichte. Kritik an seiner Regierung weist er zurück – und greift an.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.