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Frankreichs Innenminister : Gérard Collomb will die Regierung verlassen

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Rückzug aus der Regierung: Gérard Collomb möchte sich jedoch nicht komplett von der Politik verabschieden. Bild: AFP

Der französische Innenminister Gérard Collomb plant seinen Rücktritt aus der französischen Mitte-Regierung im kommenden Jahr. Ein Abschied aus der Politik soll es aber nicht sein.

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          Innenminister Gérard Collomb will die französische Mitte-Regierung von Premier Édouard Philippe im kommenden Jahr verlassen. Er wolle im übernächsten Jahr an den Kommunalwahlen in Lyon teilnehmen, wo er bereits lange Bürgermeister gewesen war, sagte Collomb der Zeitschrift „L’Express“.

          Der seit Mai 2017 amtierende Collomb gilt als Schwergewicht der Regierung; er war auch sehr früh ein Unterstützer von Präsident Emmanuel Macron. Minister, die 2020 an den Kommunalwahlen teilnehmen wollten, sollten die Regierung nach der Europawahl im Mai 2019 verlassen können, sagte Collomb der Zeitschrift.

          Die Affäre um Macrons früheren Leibwächter und Sicherheitsmitarbeiter Alexandre Benalla im Sommer hatte Collomb nach dem Eindruck politischer Beobachter geschwächt. Collomb habe versucht, die Verantwortung auf andere Staatsvertreter zu schieben. Benalla war – als Polizist verkleidet – bei einer Demonstration gegen junge Menschen vorgegangen und musste nach Medienenthüllungen den Élyséepalast verlassen. Wegen des Anti-Terrorkampfs hat das Innenministerium in Frankreich eine herausgehobene Stellung. Rund 250 Menschen kamen in den vergangenen Jahren bei islamistischen Anschlägen ums Leben.

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