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Frankreich : Republikaner schicken Valérie Pécresse in Präsidentenwahl

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Will Frankreich seine Einheit und Würde zurückgeben: Valérie Pécresse am Samstag in Paris Bild: AFP

Pécresse ist die erste weibliche Präsidentschaftskandidatin des rechtsbürgerlichen Lagers. „Wir werden unserem Land seinen Stolz zurückgeben“, kündigt sie an.

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          Frankreichs Republikaner setzen bei der Präsidentenwahl im kommenden Jahr mit Valérie Pécresse zum ersten Mal auf eine Frau. Die Regionalratspräsidentin der Hauptstadtregion Paris gewann den letzten Wahlgang am Samstag mit 61 Prozent der Stimmen. Eric Ciotti, der vom rechten Parteiflügel kommt und sich markigen Sprüchen einen Namen gemacht hat, kam auf 39 Prozent der Stimmen. Knapp 140.000 zahlende Mitglieder waren dazu aufgerufen gewesen, ihre Stimme abzugeben.

          „Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wird die Partei von General de Gaulle, Georges Pompidou, Jacques Chirac, Nicolas Sarkozy, unserer politischen Familie, eine weibliche Kandidatin haben“, sagte Pécresse in einer Fernsehansprache nach Bekanntgabe des Ergebnisses. Die republikanische Rechte sei zurück. „Wir werden unserem Land seine Einheit, Würde und seinen Stolz zurückgeben“, sagte Pécresse. Die Republikaner stellten zuletzt von 2007 bis 2012 mit Nicolas Sarkozy den Präsidenten.

          Nach aktuellen Umfragen ist es keineswegs sicher, dass es die Partei bei der Wahl im April 2022 in den zweiten Wahlgang schafft. Als Favorit gilt derzeit der amtierende Präsident Emmanuel Macron, der mit großer Wahrscheinlichkeit wieder antreten wird. Auf Platz zwei rangiert in den Umfragen derzeit die Rechtspopulistin Marine Le Pen.

          Am Donnerstag hatte es bei einer vorherigen Runde des Mitgliederentscheids eine Überraschung gegeben. Der insbesondere in der englischsprachigen Presse als Favorit gehandelte frühere Brexit-Unterhändler Michel Barnier lag mit 23,93 Prozent der Stimmen auf Platz 3 und schied damit aus­.

          Auch Umfragefavorit Xavier Bertrand, der die Region Hauts-de-France leitet, konnte sich mit 22,26 Prozent der Stimmen nicht für die Endauswahl qualifizieren. Das schlechteste Er­gebnis erhielt der Arzt Philippe Juvin mit 3,13 Prozent.

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