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Nach tagelanger Blockade : Frankreich und andere Länder übernehmen Migranten von „Lifeline“

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Seit dem vergangenen Donnerstag kreuzt die „Lifeline“ mit 234 Flüchtlingen an Bord in internationalen Gewässern vor der Küste Maltas. Bild: dpa

Emmanuel Macron kündigt an, dass Frankreich und andere europäische Staaten einige Flüchtlinge von der „Lifeline“ aufnehmen wollen. Gleichzeitig spricht er von einer „politischen Krise“ – und macht einen umstrittenen Vorschlag.

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          Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat bestätigt, dass Frankreich und einige andere europäische Länder Migranten von dem Rettungsschiff „Lifeline“ aufnehmen wollen. Die Zahl sei begrenzt, es seien „mehrere Dutzend“ Menschen pro Land.

          Der maltesische Premierminister Joseph Muscat habe europäische Solidarität organisiert, lobte Macron am Mittwochabend in Rom. Nach einer tagelangen Blockade auf dem Mittelmeer hat das Schiff nun grundsätzlich die Erlaubnis erhalten, einen Hafen der Mittelmeerinsel Malta anlaufen.

          Macron spricht von politischer Krise

          Es war jedoch zunächst unklar, wann die entsprechenden Genehmigungen für die „Lifeline“ der deutschen Organisation Mission Lifeline erteilt würden. Die NGO aus Dresden erklärte am Dienstagabend via Twitter, bisher habe das Schiff keine Erlaubnis zum Einlaufen in die Hoheitsgewässer Maltas erhalten.

          Auch bei einem Treffen Macrons mit Papst Franziskus im Vatikan war die Flüchtlingspolitik Gegenstand des Gesprächs. Mit Blick auf den Migrationsstreit sprach der französische Präsident von einer „politischen Krise“.

          Macron rief auch zu einer verstärkten Zusammenarbeit mit Libyen auf, um lebensgefährliche Fluchtbewegungen über See zu unterbinden. Er signalisierte in diesem Zusammenhang Bereitschaft, bereits auf libyschem Boden Asylanträge zu prüfen. Neben der Migrationspolitik sprachen Franziskus und Macron außerdem über globale Abrüstung sowie die Zukunft der EU, wie der Vatikan mitteilte.

          Zwischen den beiden herrschte offensichtlich eine gute Atmosphäre, wie bei einer Videoübertragung zu sehen war. Sie lachten, scherzten und es gab sogar ein Küsschen auf die Wange des Papstes. Begleitet wurde Macron (40) von seiner Frau Brigitte (65), die wie bei Vatikan-Besuchen üblich in schwarz kam.

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