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Frankreich und Amerika : Hoch lebe Lafayette!

  • -Aktualisiert am

Amerika scheint sich aus einer langen Wirtschaftskrise herauszuarbeiten. Frankreichs Schwäche dagegen verdunkelt seinen weltpolitischen Anspruch.

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          Zu den Aufregern vor dem Staatsbesuch des französischen Präsidenten in Amerika gehörte – auch protokollarisch – die Frage, was denn nun die Rolle der „First Lady“ sein solle, da Hollande keine „Première Dame“ mitbringe. Der Ausweg liegt bei solchen Problemen immer im Bezug auf die Vergangenheit: Auf dem Landsitz des dritten amerikanischen Präsidenten Jefferson ließ man, in Erinnerung an den Marquis de Lafayette, wieder den „ältesten Verbündeten“ der Vereinigten Staaten hochleben.

          In der Tat ist das tiefe Zerwürfnis zwischen George W. Bush und Jacques Chirac wegen des Irak-Kriegs, ein Tiefpunkt in den Beziehungen beider Staaten, inzwischen überwunden: Im Atomstreit mit Iran wie im Syrien-Konflikt ziehen beide am selben Strang, Paris manchmal sogar heftiger als Washington, wie sich besonders bei der Frage einer militärischen Intervention gegen das Assad-Regime gezeigt hat.

          Die Zweifel kommen von einer anderen Seite: Amerika scheint sich aus einer langen Wirtschaftskrise herauszuarbeiten; Frankreichs Schwäche dagegen verdunkelt seinen weltpolitischen Anspruch.

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