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Frankreich und ägyptische Einladungen : Dinge, die man verpasst

Frankreichs ehemaliger Premierminister Francois Fillon bei seiner Ankunft in Kairo 2008 Bild: AFP

Präsident Sarkozy beruhigt seine Landsleute, die fragen, ob man seinen Weihnachtsurlaub auf Kosten der ägyptischen Staatskasse mit der Großfamilie in Assuan verbringen darf: „Nicht ein Centime öffentliches Geld ist veruntreut worden.“

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          Ist es ein Fehler, wenn der französische Premierminister seinen Weihnachtsurlaub auf Kosten der ägyptischen Staatskasse mit der Großfamilie in Assuan verbringt? Nein, sagte Präsident Sarkozy seinen Landsleuten am Donnerstagabend im Fernsehen: „Nicht ein Centime öffentliches Geld ist veruntreut worden.“

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Sein Regierungschef sei schließlich vom ägyptischen Präsidenten eingeladen gewesen, dem Präsidenten „eines zentralen Staates für die arabische Politik Frankreichs“. Schließlich sei Mubarak im Herbst vom amerikanischen Präsidenten Obama im Weißen Haus empfangen worden. Nein, so recht anfreunden mochte sich der Präsident nicht mit den Umwälzungen in Nordafrika. Dass Mubarak abtritt, nannte er am Donnerstagabend zwar „unvermeidlich“.

          Aber er klang genauso betreten wie jene Erklärung, die der Elysée-Palast nach der Flucht des tunesischen Herrschers Ben Ali veröffentlicht hatte. „Frankreich nimmt die Ereignisse zur Kenntnis“, hieß es da. Nun erklärte Sarkozy den Vorgang so: „Es gibt Dinge, die man verpasst, die Unannehmlichkeiten kommen nicht von da, wo man sie vermutet. Das ist gewiss ein Fehler unsererseits.“ Doch sei die ganze Welt von den Ereignissen in der arabischen Welt überrascht worden, und nicht nur diese: „Selbst die Bevölkerung in den betroffenen Ländern hätten sich das nicht vorstellen können“, ließ der Präsident wissen.

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