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Stimmungswandel in Frankreich : Läuft wieder für Macron

Wieder beliebter: Frankreichs Präsident Emmanuel Macron Bild: EPA

Der Austausch seines Kabinetts und der Ausgang des EU-Gipfels haben die Stimmung in Frankreich zugunsten des Präsidenten gedreht. Marine Le Pen hat das Nachsehen. Vorerst.

          3 Min.

          Auf dem Weg in den Urlaub auf der Festung Bregançon, dem Sommersitz der französischen Präsidenten an der Cote d’Azur, hat Emmanuel Macron einen Lichtblick erspähen können. Erstmals seit Beginn der Pandemie im März, die Frankreich mit mehr als 30.000 Toten schwer getroffen hat, steigen seine Beliebtheitswerte. 50 Prozent der befragten Franzosen gaben in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Harris Interactive an, den Präsidenten positiv zu beurteilen. Das entspricht einem Anstieg von sechs Punkten innerhalb eines Monats. Mit ihrem Schwarzbuch zum Corona-Krisenmanagement der Regierung hat die Rechtspopulistin Marine Le Pen nicht bei den Franzosen gepunktet. Ihre Kritik am europäischen Wiederaufbaufonds, „die schlechteste Übereinkunft für Frankreich seit Bestehen der EU“, hat ihr keine neuen Sympathien verschafft. Nur 23 Prozent der befragten Franzosen stellen ihr ein positives Urteil aus.

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Noch zeichnet sich keine stabile Trendwende zugunsten Präsident Macrons ab, aber es lässt sich bereits erkennen, dass die erfolgreiche europäische Verhandlungsführung an der Seite der Bundeskanzlerin und die neue Regierungsmannschaft in Paris das Vertrauen in seine Führungskraft gestärkt haben. Premierminister Jean Castex kommt bei einer Mehrheit der Franzosen gut an. 56 Prozent bewerten ihn positiv. Damit schlägt er auf Anhieb seinen Vorgänger Edouard Philippe, der mit einem Wert von 51 Prozent aus dem Amt schied. Nach der Abstrafung der Kandidaten der Präsidentenpartei La République en Marche bei den Kommunalwahlen Ende Juni und der Unzufriedenheit mit dem Corona-Krisenmanagement ist der Vertrauensvorschuss für den neuen Regierungschef überraschend.

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