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Adnan Abu Walid al-Sahrawi : Frankreich meldet Tötung von IS-Anführer

  • Aktualisiert am

Französische Soldaten in der Sahelzone Bild: AFP

Präsident Emmanuel Macron spricht von einem großen Erfolg im Kampf gegen Terrorgruppen. Die Miliz des getöteten Extremisten soll für Anschläge in Westafrika verantwortlich sein.

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          Französische Streitkräfte haben den Anführer der Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat in der größeren Sahara“ (ISGS) getötet. Wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron in der Nacht auf Donnerstag auf Twitter mitteilte, wurde Adnan Abu Walid al-Sahrawi „neutralisiert“. Dem ISGS werden die meisten Anschläge in der Region zwischen Mali, Niger und Burkina Faso zugeschrieben.

          „Dies ist ein weiterer großer Erfolg in unserem Kampf gegen terroristische Gruppen in der Sahelzone“, fügte Macron hinzu. Der Präsidentenpalast bestätigte den Tod des Milizanführers. Zuletzt hatten die Angriffe des ISGS und anderer Milizen auf Zivilisten in der Region zugenommen.

          Ende des Kampfeinsatzes geplant

          Wegen der wachsenden Gewalt in der Sahelzone dringt Frankreichs Präsident seit Jahren auf die Unterstützung anderer europäischer Länder. Frankreich hat derzeit im Rahmen des Kampfeinsatzes Barkhane 5100 Soldaten in der Sahelzone stationiert, will deren Zahl aber bis Anfang 2022 auf etwa die Hälfte reduzieren und den Kampfeinsatz beenden. In Frankreich wie in den Sahelstaaten stand die Mission mangels Erfolgen zuletzt zunehmend in der Kritik.

          Die Soldaten unterstützen die Truppen der sogenannten G-5-Sahelstaaten Mali, Mauretanien, Burkina Faso, Niger und Tschad im Kampf gegen extremistische Gruppen. Die Bundeswehr ist im Rahmen von UN- und EU-Missionen ebenfalls mit mehreren hundert Soldaten in Mali vertreten. Seit dem vergangenen Jahr gibt es auf Druck Frankreichs in der Region auch eine europäische Einsatzgruppe namens Takuba.

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