https://www.faz.net/-gpf-9epc8

Frankreich : Macron so unbeliebt wie nie

  • Aktualisiert am

Emmanuel Macron Bild: AFP

Nur noch 29 Prozent der Franzosen sind mit ihrem Präsidenten zufrieden. Emmanuel Macron ist in der Gunst der Wähler so tief gesunken wie nie zuvor seit seiner Wahl vor eineinhalb Jahren.

          1 Min.

          Der französische Präsident Emmanuel Macron büßt in der Bevölkerung immer stärker an Popularität ein. In einer Umfrage des Instituts Ifop für die Zeitung „Le Journal du Dimanche“ zeigten sich lediglich 29 Prozent der Befragten mit dem Präsidenten zufrieden. Im August waren es noch 34 Prozent und im Juli 39 Prozent gewesen. Für die jüngste Erhebung wurden zwischen dem 14. und dem 22. September 1964 Franzosen befragt.

          Eine Woge der Popularität hatte Macron im Mai 2017 ins Amt getragen. Mittlerweile kämpft der Präsident jedoch an mehreren Fronten mit Problemen: Eine Affäre um einen prügelnden Leibwächter sorgten für Kratzer an seinem Image. Auch der überraschende Rücktritt des beliebten Umweltministers Nicolas Hulot und der geplante Rückzug von Innenminister Gerard Collomb wirkten sich negativ aus. Zudem hat sich der Wirtschaftsaufschwung abgeschwächt. In der vergangenen Woche lösten Äußerungen Macrons gegenüber einem Arbeitslosen Unmut aus. Er hatte dem Mann gesagt, er werde leicht einen Job finden, wenn er sich nur bemühe.

          Damit ist Macron seit seiner Wahl im Mai 2017 in der Gunst der Franzosen so tief wie nie zuvor gesunken. Die meiste Unterstützung verlor der Präsident bei Ökologie- und Naturschutzgruppen, was am Rücktritt von Umweltminister Hulot liegt. Seine besten Umfragewerte erzielte Macron mit 62 und 64 Prozent im Mai und Juni 2017, den ersten beiden Monaten seiner fünfjährigen Amtszeit.

          Weitere Themen

          Merkel empfängt Macron Video-Seite öffnen

          Libyen-Konferenz : Merkel empfängt Macron

          Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron zur internationalen Libyen-Konferenz im Kanzleramt empfangen. Seit Jahren tobt in Libyen ein verworrener Bürgerkrieg - die Bundesregierung bringt die Akteure in dem Konflikt an einen Tisch.

          Topmeldungen

          Demonstranten in Lausanne, einige Tage bevor sich die Wirtschafts- und Politikelite in Davos trifft. Nicht nur die Klimapolitik steht im Fokus der Protestler – auch der Kapitalismus.

          „Trust-Barometer“ : Deutsche zweifeln am Kapitalismus

          Nur noch jeder achte Deutsche glaubt, dass er von einer wachsenden Wirtschaft profitiert. Viele blicken pessimistisch in die Zukunft. Mehr als die Hälfte ist der Meinung, dass der Kapitalismus in seiner jetzigen Form mehr schadet als hilft.
          Die Weichen werden gerade neu gestellt, es geht raus aus der Kohleförderung.

          „Soziale Wendepunkte“ : Wenn der Klimaschutz ansteckend wird

          Irgendwann kippt das gesellschaftliche Klima, dann kann es doch noch klappen mit dem Stopp der Erderwärmung. Eine Illusion? Forscher haben sechs „soziale Wendepunkte“ ausgemacht, die allesamt bereits aktiviert sind – und ein Umsteuern einläuten könnten.

          F.A.Z. Podcast für Deutschland : Die neue deutsche Rolle im Libyen-Konflikt

          Kann es wirklich Frieden geben in Libyen? Der politische Herausgeber Berthold Kohler und Nahost-Korrespondent Christoph Ehrhardt sprechen darüber mit Moderator Andreas Krobok. Außerdem: Wikipedia-Gründer Jimmy Wales über Fakenews und Sportwissenschaftler Professor Daniel Memmert über immer jüngere Fußballstars.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.