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Frankreichs Energiesicherheit : Macron entdeckt die Windkraft

Emmanuel Macron weiht am Donnerstag den ersten französischen Offshore-Windpark ein Bild: Reuters

Emmanuel Macron weiht den ersten Offshore-Windpark Frankreichs ein. Das Land braucht trotzdem Energie von seinen europäischen Partnern. Der französische Präsident hofft auf Deutschland.

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          Emmanuel Macron hat sich am Donnerstag auf dem „Le Palais“ („der Palast“) einschiffen lassen, um den ersten Offshore-Windpark vor der Küste von Saint-Nazaire einzuweihen. Auf die Jungfernfahrt eines Präsidenten zu den 80 Windrädern im Meer hat Frankreich lange warten müssen – mehr als ein Jahrzehnt. Von den sieben Offshore-Windparks, die 2011 in Auftrag gegeben wurden, ist nur der vor der Hafenstadt in der Bretagne seit dem 6. September fertiggestellt. „Ein glücklicher Tag in einer schwierigen Zeit“, sagte Macron.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Der russische An­griffskrieg auf die Ukraine habe das europäische Modell der Energieversorgung durcheinandergewirbelt. „Energie ist zur Kriegswaffe geworden“, sagte er. Just in diesem Moment habe die französische Atomindustrie „konjunkturelle Schwierigkeiten“. Während der Pandemie wurde die Wartung von einem Dutzend Reaktoranlagen aufgeschoben. Deshalb sind jetzt wegen Wartungsarbeiten und Korrosionsproblemen an den Sicherheitssystemen etwa die Hälfte der 56 Reaktoren gedrosselt oder stillgelegt.

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