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Luftschläge gegen den IS : Frankreich: Kein Kompromiss mit Syriens Machthaber Assad

  • Aktualisiert am

Syriens Staatspräsident Baschar al-Assad Bild: dpa

Der französische Ministerpräsident bekräftigt die Entscheidung über den Einsatz der französischen Luftwaffe in Syrien. Eine Einigung mit dem syrischen Diktator schließt er aus.

          Die französische Regierung schließt eine Übereinkunft mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad zur Beendigung des Bürgerkriegs aus. „Wir werden nichts tun, was das Regime stärkt“, sagte Ministerpräsident Manuel Valls am Dienstag vor der Nationalversammlung mit Verweis auf die geplanten französische Luftangriffe auf Stellungen der Extremisten-Miliz „Islamischer Staat„ (IS) in Syrien.

          Der Entsendung von Bodentruppen erteilte Valls eine Absage: „Wenn wir zehntausende Soldaten schicken würden... geräten wir in die Falle, die uns die Islamisten gestellt haben“, fügte Valls hinzu. Gleichzeitig kündigte er an, Bodentruppen anderer Staaten der Region zu unterstützen, sollten diese gegen den IS vorgehen. Nähere Angaben dazu machte er indes nicht.

          Frankreichs Präsident Francois Hollande hatte am Vortag Luftschläge gegen den IS in Syrien in Aussicht gestellt. Eine derartige Intervention ist umstritten, weil sie zu einer Stärkung Assads führen könnte. Eine internationale Militärallianz unter Führung der Vereinigten Staaten fliegt seit Monaten Angriffe auf die Islamisten in Syrien und im benachbarten Irak. Dort beteiligt sich Frankreich bereits an den Angriffen.

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