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Frankreich : Hollande stellt sein Kabinett vor

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Der neue französische Außenminister Laurent Fabius (links) und der neue Staatspräsident Hollande bei dessen Amtseinführung am Dienstag Bild: dapd

Neuer französischer Außenminister wird der frühere Premierminister Laurent Fabius, neuer Innenminister der bisherige persönliche Berater des neuen Staatspräsidenten Hollande, Manuel Valls. Das gab der Generalsekretär des Elysée-Palastes am Mittwoch bekannt.

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          Der neue französische Staatspräsident François Hollande hat sein Kabinett vorgestellt, dem erstmals in der französischen Geschichte genauso viele Frauen wie Männer angehören sollen. Damit erfüllte er eines seiner Wahlversprechen. Der Generalsekretär des Élysée-Palastes verkündete am Mittwochabend die Namen der insgesamt 34 Ministerinnen und Minister des von Premierminister Jean-Marc Ayrault geführten Kabinetts.

          Außenminister wird der erfahrene sozialistische Politiker Laurent Fabius, zum Innenminister ernannte Hollande seinen persönlichen Berater Manuel Valls. Ein weiterer Freund Hollandes, Jean-Yves Le Drian, wird Verteidigungsminister. Der eher liberal gesinnte Sozialist Pierre Moscovici wird das Finanz- und Wirtschaftsministerium übernehmen. Der Kapitalismus-Kritiker Arnaud Montebourg wird das Industrie-und Aufbau-Ministerium führen, die dem linken Flügel zuzurechnende Nicole Bricq wird das Umwelt- und Energieministerin leiten und damit die erste Schließung eines französischen Atomkraftwerkes im grenznahen Fessenheim verantworten.

          Offenbar war die Auswahl schwieriger als gedacht: Der Élysée-Palast verschob die Ernennung der Ministerinnen und Minister mehrfach. Überraschend wird die populäre sozialistische Parteichefin Martine Aubry nicht der Regierung angehören. Sie gab am Mittwochmorgen selbst ihren Rückzug bekannt. Offenbar strebte sie den Posten der Premierministerin an. Aubry aber wird als Parteivorsitzende bei den kommenden Parlamentswahlen am 10. und 17. Juni eine entscheidende Rolle spielen. Bislang führen die Sozialisten in den Umfragen, weil sie im zweiten Wahlgang Allianzen mit der Linksfront und den Grünen schließen können, um die erforderliche absolute Mehrheit zu erreichen.

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