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Macron mahnt zur Vorsicht : Frankreich hebt Maskenpflicht im Freien auf

Oldtimer mit Teddybären am 13. Juni vor dem Eiffelturm in Paris Bild: dpa

Frankreich hebt von Donnerstag an die Maskenpflicht im Freien auf. Nur in Sportstadien und bei größeren Menschenansammlungen müssen sie weiter getragen werden.

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          Frankreich hebt die allgemeine Maskenpflicht im Freien schon an diesem Donnerstag auf. Das hat Premierminister Jean Castex am Mittwoch angekündigt.  „Das Infektionsgeschehen verbessert sich schneller, als wir es zu hoffen wagten", sagte er. Der Regierungschef stützt sich bei den Lockerungen auf eine Empfehlung des Hohen Gesundheitsrates, ein Beratungsgremium aus Medizinern und anderen Wissenschaftlern. Nur bei größeren Menschenansammlungen im Freien und in Sportstadien soll weiterhin ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden müssen. Auch in Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt die Maskenpflicht weiter. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Frankreich ist auf 40 Infektionen pro 100.000 Einwohner gefallen. Früher als geplant wird auch die nächtliche Ausgangssperre zwischen 23 und 6 Uhr morgen aufgehoben.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Pünktlich zum landesweiten Musikfest („fete de la musique) am 21. Juni gibt es keine Ausgangsbeschränkung mehr. In Frankreich gehen dann Hobbymusiker, Chöre und Bands zum Musizieren auf die Straße, überall finden Konzerte statt. Der Regierungschef mahnte, dass die anderen Schutzmaßnahmen weiter beachtet werden müssten. Den Rückgang der Infektionszahlen führt das Beratergremium auf die Impfkampagne zurück. Seit Mittwoch können sich auch Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren impfen lassen. Als Vorbild gelten die Vereinigten Staaten. Regierungschef Castex gab als Ziel vor, dass bis Ende August 35 Millionen Franzosen vollständig geimpft sein sollen - mehr als doppelt so viele wie bisher. 31 Millionen Menschen haben eine erste Dosis erhalten, 17 Millionen sind vollständig geimpft.

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