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Frankreich : Freigelassene Geiseln auf dem Heimweg

  • Aktualisiert am

„Enfin” - endlich frei: Frankreich feiert die Heimkehr der Journalisten Bild: AP

Die beiden französischen Journalisten, die am Dienstag aus ihrer Geiselhaft im Irak entlassen wurden, sind auf dem Weg nach Hause. Ministerpräsident Raffarin sagte, es sei kein Lösegeld gezahlt worden.

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          Nach dem Ende ihrer viermonatigen Geiselhaft im Irak sind die französischen Journalisten Christian Chesnot und Georges Malbrunot auf dem Weg nach Hause. Der französische Außenminister Michel Barnier ist am Mittwoch nach Bagdad abgeflogen, um die am Dienstag im Irak freigekommenen französischen Journalisten heimzuholen.

          Mit an Bord des Falcon-Reisejets der französischen Luftwaffe sind enge Angehörige der beiden freigelassenen Geiseln Christian Chesnot und Georges Malbrunot sowie ein Arzt. Das Flugzeug werde mit den Journalisten am Abend in Paris zurückerwartet, teilte das Außenministerium mit.

          Kein Lösegeld gezahlt

          Unterdessen wurde bekanntgegeben, daß die französische Regierung kein Lösegeld für die Freilassung der beiden Männer gezahlt hat. Ministerpräsident Raffarin habe bei einem Treffen mit Parteichefs erklärt, Lösegeld sei nicht gefordert worden. Die kommunistische Senatorin Nicole Borvo sagte: „Er hat sich sehr klar geäußert, man kann davon ausgehen, daß der Premierminister uns sein Wort gegeben hat.“

          Die im August entführten Journalisten Christian Chesnot und Georges Malbrunot waren am Dienstag nach viermonatiger Geiselhaft freigekommen. Der 37 Jahre alte Chesnot von Radio France Internationale (RFI) und der 41 Jahre alte Malbrunot von der Tageszeitung „Le Figaro“ waren am 20. August in der Nähe der irakischen Stadt Nadschaf zusammen mit ihrem syrischen Fahrer verschleppt worden.

          Eine Gruppe mit dem Namen Islamische Armee hatte sich zu der Entführung bekannt und gefordert, daß Frankreich sein neues Verbot muslimischer Kopftücher an Schulen wieder aufhebt. Frankreich hatte dies aber abgelehnt. Die Entführung der beiden Franzosen hatte das Land schockiert, das sich vehement gegen den Einmarsch der Amerikaner in den Irak gestellt hatte.

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