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U-Boot-Deal : Frankreich fühlt sich hintergangen

Der französische Präsident Emmanuel Macron inspiziert im Juli 2019 im Hafen von Cherbourg das atomgetriebene U-Boot „Suffren“. Bild: AFP

Zwischen Paris und Washington knirscht es gewaltig: Frankreich ist wegen des U-Boots-Deals der Vereinigten Staaten mit Australien erbost. US-Außenminister Blinken versuchte die Wogen in Paris zu glätten – erfolglos.

          5 Min.

          Der Champagner war schon kaltgestellt, aber der französische Botschafter in Washington hat den Galaabend zum 240. Jahrestag der Schlacht von Chesapeake aus Verärgerung über die Regierung von Joe Biden kurzfristig abgesagt. Eigentlich hätte gefeiert werden sollen, wie die französische Marine die britische in der Bucht von Chesapeake besiegte und den Weg zur amerikanischen Unabhängigkeit ebnete. Doch feierliche Freundschaftsschwüre sind das Letzte, was Botschafter Philippe Etienne derzeit gegenüber hohen amerikanischen Gästen vorbringen möchte.

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Der frühere diplomatische Chefberater Macrons und Botschafter in Berlin hat erst wenige Stunden vor der offiziellen Bekanntgabe der AUKUS getauften Sicherheitsallianz davon erfahren. Er hatte alarmiert durch amerikanische Presseberichte um einen Dringlichkeitstermin beim nationalen Sicherheitsberater Jake Sullivan gebeten. Im Weißen Haus erfuhr er, dass schon seit Monaten geheim an der neuen Allianz geschmiedet wurde.

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