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Frankreich ehrt Soldaten : Abschied von zwei Helden der Nation

Letzte Ehre: Präsident Macron vor den Särgen der beiden getöteten Soldaten Bild: AFP

Frankreich ehrt im Rahmen einer nationalen Zeremonie zwei Elitesoldaten, die bei einer Operation zur Befreiung von Touristen in Burkina Faso ihr Leben gelassen haben. Ihr Tod hatte Frankreich bewegt – und empört.

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          Es war eine „schwierige Mission“, sagte Präsident Emmanuel Macron, aber eine „notwendige Mission“. Vergangene Woche hat der ungediente französische Staatschef als Oberbefehlshaber der Armee ein Elitekommando entsandt, um zwei entführte Urlauber in Burkina Faso aus der Gewalt islamistischer Geiselnehmer zu befreien. Die Aktion war erfolgreich, aber forderte einen hohen Preis: zwei Elitesoldaten wurden getötet. Am Dienstag stand Macron im Innenhof des Invalidendoms vor den mit der Trikolore geschmückten Särgen. Die Marseillaise erklang. Alain Bertoncello und Cédric de Pierrepont vom Marinekommando „Hubert“ seien „Helden der Nation“, sagte Macron beim Staatsakt zu ihren Ehren. „Eine freie Nation ist stark, wenn sie solche Helden unter sich weiß.“

          Michaela Wiegel

          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Der Präsident spannte den Bogen vom Kommando Kieffer, dessen Mitglieder am D-Day 1944 in Ouistreham in der Normandie als erste den Fuß auf französischen Boden setzten, bis zum heroischen Einsatz in der Sahel-Wüste. Auguste Hubert gehörte dem von Charles de Gaulle begründeten Kommando Kieffer an und fiel am 6. Juni 1944. Er gab der Eliteeinheit Kommando „Hubert“ seinen Namen. In Macrons Rede verschwanden historische Brüche wie Kollaboration und Kolonialverbrechen hinter der Heldenerzählung der französischen Streitkräfte, die sich vom Kampf gegen die deutsche Besatzung bis zum Kampf gegen den islamistischen Terrorismus fortschreibt.

          Der Tod der 28 und 32 Jahre alten Elitesoldaten der Anti-Terror-Operation „Barkhane“ hat Frankreich bewegt und auch empört. Der Bürgermeister der Mittelmeerstadt Toulon, in deren Nähe das Marine-Kommando stationiert ist, boykottierte den Empfang der geretteten Touristen am Luftwaffenstützpunkt Villacoublay bei Paris. Bürgermeister Hubert Falco nannte die Urlauber „gedankenlos“. Er stieß eine Debatte darüber an, ob es Aufgabe der Armee ist, abenteuerlustige Touristen zu retten. Macron beendete die Diskussion am Dienstag. „Frankreich lässt keines seiner Kinder im Stich“, sagte er im Invalidenhof und erinnerte an die Französin Sophie Pétronin, die Weihnachten 2016 in Gao im Norden Malis entführt wurde. Es werde nichts unversucht gelassen, auch Pétronin zu befreien. Pétronin arbeitete für eine Hilfsorganisation, als sie in die Gewalt ihrer Geiselnehmer geriet.

          Fest in den Ritualen verankert

          Der 51 Jahre alte Schmuckhändler Patrick Picque und der 46 Jahre alte Klavierlehrer Laurent Lassimouillas waren zum Vergnügen nach Benin gereist. Sie hatten eine Safari im 4700 Quadratkilometer großen Pendjari-Nationalpark gebucht, einem der letzten Siedlungsgebiete von Elefanten in Westafrika. Am 1. Mai wurden sie mit ihrem einheimischen Reiseführer entführt. Ihr Reiseführer wurde grausam misshandelt, der Leichnam am Tag nach der Entführung gefunden. Die islamistischen Geiselnehmer interessierten sich nur für die beiden Franzosen, für die sie sich Lösegeld versprachen. Sie brachten sie nach Burkina Faso, wo sie mit zwei anderen Geiseln – einer Südkoreanerin und einer Amerikanerin – in einem Wüstenlager bewacht wurden.

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