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Fluten in Jakarta : Vom Meer verschluckt

Indonesiens Hauptstadt Jakarta liegt unter dem Meeresspiegel. Bild: Getty

Die Fluten in Jakarta breiten sich immer weiter aus. Klimawandel und Wasserverbrauch lassen den partiellen Untergang von Indonesiens Hauptstadt unvermeidlich erscheinen. Die Regierung plant einen radikalen Schritt.

          6 Min.

          Am Horizont verschwinden die Skyline der Megastadt, die Hochhäuser und Minarette, hinter einem Schleier aus grauem Smog. An der Bucht von Jakarta stehen verfallene Hafenanlagen, Slums, Apartmenthäuser und Villen nebeneinander. Der Steinstrand ist gepflastert mit ölverschmiertem Plastikmüll, in der Nähe schlägt Meerwasser gegen eine Seemauer. Es riecht nach Seetang und Kloake. Ein paar Jungen spielen jauchzend in der Brandung, in einer Tüte haben sie Miesmuscheln und Seesterne gesammelt. Doch das größte Problem von Jakarta liegt weiter hinten, im Rücken der Jungen: Dort ragt die Ruine eines islamischen Gebetshauses aus dem Wasser.

          Till Fähnders

          Politischer Korrespondent für Südostasien.

          Das Dach ist halb eingestürzt, die schimmligen Mauern sind von Meerwasser umspült. Von einem Gebäude daneben sind nur noch die Grundmauern übrig. Die Szenerie hat etwas Apokalyptisches.

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