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Kein Einsatz von Waffen : Flüchtlingskonvoi durchbricht Grenze zwischen Guatemala und Mexiko

  • Aktualisiert am

Mexikanische Panzerfahrzeuge können die Flüchtlinge an der Grenze nicht aufhalten. Bild: Reuters

Hunderte Flüchtlinge aus Honduras haben auf ihrem Weg in die Vereinigten Staaten die Grenze zu Mexiko überrannt. Präsident Trump hatte Mexiko gedroht, sollte das Land die Flüchtlinge nicht aufhalten.

          Eine große Gruppe von Migranten aus Honduras hat am Freitag die Grenze zwischen Guatemala und Mexiko durchbrochen. Sie überwanden eine Grenzabsperrung und gelangten auf mexikanisches Territorium, beobachtete ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP im Grenzort Tecún Umán.

          Die Menschen drückten eine Metallabsperrung ein, die ihnen den Durchgang versperrte. Vergeblich versuchten Dutzende mexikanische Polizisten und Soldaten mit Panzerfahrzeugen, die Menge aufzuhalten. Mit „Ja, wir können“-Rufen hatte sich die Menge nach einem angespannten Moment zwischen ihr und einem ersten  Polizeikordon in Bewegung gesetzt.  

          Die mexikanischen Behörden begannen nach eigenen Angaben, Flüchtlinge in Migrationszentren zu bringen. Dutzende Frauen und Kinder seien in Bussen in Unterkünfte gebracht worden, wo sie bleiben, bis ihre
          Papiere geprüft sind, teilte die Migrationsbehörde des Landes mit.

          Der amerikanische Außenminister Mike Pompeo hat sich bei einem Besuch in Mexiko besorgt über die Ansammlung Tausender Migranten an der Grenze zwischen dem lateinamerikanischen Land und Guatemala geäußert. Es bahne sich eine Migrationskrise an, sagte Pompeo am Freitag bei einem Treffen mit seinem mexikanischen Amtskollegen Luis Videgaray mit Blick auf die Lage in Mittelamerika. 

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          Er und Videgaray hätten über die Wichtigkeit gesprochen, die Migranten aus Mittelamerika zu stoppen, bevor sie die Grenze der Vereinigten Staaten erreichten, so Pompeo. Videgaray betonte Mexikos Souveränität beim Umgang mit den Migranten. „Die Migrationspolitik Mexikos bestimmt Mexiko“, sagte der Außenminister.

          Tausende Menschen aus Honduras sammelten sich seit Beginn der Woche an der Grenze zwischen Mexiko und Guatemala. Auf der Flucht vor Armut und Gewalt sind die Vereinigten Staaten ihr Ziel. Mexiko hatte zunächst den Grenzschutz verstärkt und angekündigt, Migranten ohne die korrekten Papiere nicht weiterziehen zu lassen. Eine weitere Möglichkeit ist die Beantragung von Asyl, dieser Prozess kann aber bis zu drei Monaten in Anspruch nehmen.

          Mexikos Außenminister Luis Videgaray sagte, seine Regierung wolle die Menschenrechte und die Würde der Migranten schützen. Die mexikanische Bundespolizei versuche derweil, die Lage an der Südgrenze zu Guatemala ruhig zu halten. Die Polizisten an der Grenze seien nicht bewaffnet, erklärte Polizeikommissar Manelich Castilla in lokalen Medien. Es gebe keine Anweisungen, die Menschen zurückzudrängen, sagte Castilla.

          Der amerikanische Präsident drohte unterdessen mit der Schließung der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko, falls Mexiko die Migranten nicht aufhalte. Auf Twitter schrieb Donald Trump, wenn die mexikanische Regierung nicht dazu in der Lage sei, die Migranten aufzuhalten, „werde ich das US-Militär rufen, um unsere Südgrenze zu schließen“.

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