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Flüchtlinge aus Karabach Sie warten unter Beschuss auf ihre Rückkehr

Seit fast dreißig Jahren harren in Aserbaidschan Flüchtlinge aus dem ersten Karabach-Krieg aus. Der Krieg lässt sie nun hoffen, auf eine Rückkehr in ihre Heimat.

Von André Widmer, Terter

In Gandscha, der zweitgrößten Stadt Aserbaidschans, sind in der Nacht zum Samstag Raketen in einem Wohnviertel eingeschlagen
© André Widmer
In Gandscha, der zweitgrößten Stadt Aserbaidschans, sind in der Nacht zum Samstag Raketen in einem Wohnviertel eingeschlagen

Den ganzen Tag lang ist Detonation um Detonation zu hören. Es ist vielleicht ein Dutzend Männer, das in der Flüchtlingssiedlung Margusovan am Rande der Kleinstadt Terter in Aserbaidschan ausharrt. Sie übernachten in den Luftschutzbunkern der Häuser. Die Fenster der Gebäude sind zerborsten, Dächer und Fassaden beschädigt. Bei Terter im nördlichen Teil der Front des Kriegs um Nagornyj Karabach liefern sich armenische und aserbaidschanische Einheiten heftige Gefechte mit schwerer Artillerie. Häufig kommen Raketenwerfer zum Einsatz.

Von der Front bis in die Stadt sind es nur wenige Kilometer. Daher sind die Wohngebiete in Reichweite der Artillerie und werden oft getroffen. Bis zum Beginn der Kämpfe lebten in der Flüchtlingssiedlung in 34 Wohnblocks etwa 1100 Flüchtlinge aus dem ersten Krieg um Karabach, der 1991 bis 1994 tobte. Doch jetzt sind sie und ein Großteil der Bevölkerung Terters vor den Kämpfen geflohen.

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