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Flucht über die Balkanroute : Nur offiziell geschlossen

  • -Aktualisiert am

Die nordrhein-westfälischen Polizisten Muna Mougawaz und Alexander Rankovic sind im Einsatz für die EU-Grenzschutzorganisation Frontex. Bild: dpa

Griechenland ist weiter eines der wichtigsten Drehkreuze der illegalen Migration nach Europa. Die Grenzschützer dort bekommen Hilfe von Frontex-Kollegen. Auch aus Deutschland.

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          Die letzten 500 Meter sind die unwegsamsten. Volker Stahl, ein derzeit von Nordrhein-Westfalen für den Frontex-Einsatz an der Grenze zwischen Griechenland und Nordmazedonien abgestellter Polizeibeamter aus Krefeld, nimmt deshalb den robusten Geländewagen der Bundespolizei. Im Schritttempo geht es hinauf zu Grenzstein 52. Von hier aus hat man den besten Blick über die weite Ebene des Flusses Axios und damit auf eine entscheidende Etappe eines der zentralen Migrationswege in Europa. Obwohl die Balkan-Route offiziell geschlossen ist, nimmt die Zahl der Migranten wieder zu.

          Reiner Burger

          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Vor allem Menschen aus Afghanistan, Syrien und dem Irak bringen die Schleuser für horrende Summen nach Griechenland. Manche Flüchtlinge versuchen auf dem Luftweg nach Westeuropa zu bekommen – mit Hilfe gefälschter Papiere oder mit Unterstützung von etwa in Deutschland schon anerkannten Flüchtlingen, die ihre Papiere verkaufen. Durch die Arbeit von Bundespolizisten, die an den Flughäfen Athen, Saloniki, auf Kreta und Rhodos eingesetzt sind, gelingt es, zumindest einen Teil des Betrugs aufzudecken: 6500 sogenannte Beförderungsausschlüsse konnten 2018 dort verhängt und damit ebenso viele illegale Ausreisen verhindert werden.

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