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Flucht über das Mittelmeer : Wie Italien die Seenotretter bekämpft

Warten auf Rettung: Die spanische NGO Open Arms nähert sich im Mittelmeer einem überfüllten Boot mit Migranten. Bild: Picture Alliance

Matteo Salvini verweigerte NGO-Schiffen mit Migranten regelmäßig die Einfahrt in italienische Häfen. Seine Nachfolgerin im Amt geht anders vor. Aber nicht weniger hart.

          6 Min.

          Viele mögen es als einen Tiefpunkt des europäischen Umgangs mit der Migration in Erinnerung behalten haben – und zugleich als Höhepunkt im schrillen Streit zwischen Migrationsgegnern und Seenotrettern in Italien. Die Rede ist von dem deutschen Hilfsschiff Sea-Watch 3, gesteuert von Kapitänin Carola Rackete, das im Juni 2019 mit 42 geretteten Migranten an Bord tagelang vor dem Hafen der Insel Lampedusa lag.

          Matthias Rüb
          Politischer Korrespondent für Italien, den Vatikan, Albanien und Malta mit Sitz in Rom.

          Der damalige italienische Innenminister Matteo Salvini von der rechtsnationalistischen Partei Lega hatte die Sperrung aller Häfen des Landes für Schiffe mit Migranten an Bord verfügt. Mit der Hafenblockade wollte Salvini eine verbindliche Verteilung der Bootsflüchtlinge auf verschiedene EU-Staaten erzwingen, ehe die Migranten in Italien europäischen Boden würden betreten können.

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