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Amoklauf in Parkland : Floridas Parlament lehnt Verbot von Waffen ab

  • -Aktualisiert am

Die 16 Jahre alte Sheryl Acquarola von der High School aus Parkland wird von Enttäuschung überwältigt, als das Parlament das Waffenverbot ablehnt. Bild: AP

Nach dem jüngsten Massaker gibt es landesweite Forderungen nach einer Verschärfung des Waffenrechts. Das Parlament von Florida aber gibt ein weiteres Mal den Waffenbefürwortern nach.

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          Das Parlament des Bundesstaats Florida hat am Dienstag (Ortszeit) einen Antrag auf Verschärfung des Waffenrechts klar abgelehnt. Der Antrag kam von Kionne McGhee, einem Abgeordneten der Demokraten aus Miami, und forderte ein Verbot bestimmter halbautomatischer Gewehre und großer Magazine. Mit ihrer Mehrheit im Parlament in der Hauptstadt Tallahassee verhinderten die Republikaner das neue Gesetz mit 71 zu 31 Stimmen.

          Nach dem Amoklauf des 19 Jahre alten Nikolas Cruz in Parkland, bei dem dieser 14 Schüler und drei Erwachsene mit einer halbautomatischen Waffe getötet hatte, gab es landesweite Forderungen nach einer Verschärfung des Waffenrechtes. McGhee hatte seinen Antrag schon vor längerer Zeit eingereicht. Nach dem Massaker in Florida am vergangenen Mittwoch hatte er das Parlament gebeten, den Antrag außerplanmäßig auf die Tagesordnung zu bringen. „Die Schießerei in Parkland erfordert diesen unüblichen Schritt“, sagte der Abgeordnete McGhee im Sitzungssaal, während eine Gruppe von Schülern der betroffenen Marjorie Stoneman Douglas High School von den Zuschauertribünen aus zuschauten.

          Das Gesetz wurde innerhalb weniger Minuten abgeblockt. Nicht wenige der Schüler, die extra mit Bussen zu der Abstimmung gefahren waren, brachen in Tränen aus. Viele von ihnen hatten sich vehement für ein Waffenverbot eingesetzt. Etwa die 18 Jahre alte Schülerin Emma Gonzalez, die das Massaker überlebte. Sie wies am vergangenen Samstag in einer aufrüttelnden Rede auf einer Demonstration in Fort Lauderdale auf Präsident Trumps Verstrickungen mit der Waffenlobby hin. Auch andere überlebende Schüler haben die Forderung nach einem Waffenverbot mit einem Gastbeitrag in der New York Times und einem Interview beim Fernsehsender CNN bekräftigt.

          Einen ähnlichen Verbotsantrag hatte das Parlament von Florida vor einem Jahr schon einmal abgelehnt. Der damalige Anlass: das Attentat von Orlando im Juni 2016, bei dem 49 Menschen in einem Nachtclub erschossen wurden.

          Präsident Trump ist nach den Protesten kaum von seiner Pro-Waffen-Linie abgewichen. Er brachte als kleines Zugeständnis ein Verbot von Waffenaufsätzen ins Spiel, die halbautomatische Waffen zu vollautomatischen aufrüsten können. An diesem Mittwoch hat Trump Schüler und Lehrer der High School zu einem Gespräch ins Weiße Haus eingeladen.

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