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Mitten in Ukraine-Krise : Russland verletzt offenbar finnischen Luftraum

  • Aktualisiert am

Ein russischer MiG-29-Kampfjet: Ob es sich im eigen Luftraum tatsächlich um ein Militärflugzeug handelte, ließen die finnischen Grenzbehörden aber offen Bild: dpa

Inmitten der Ukraine-Krise müht sich Moskau um Machtdemonstrationen. In den Luftraum über dem Golf von Finnland drangen womöglich russische Militärflugzeuge. Zudem lässt der Kreml abermals Interkontinentalraketen testen.

          Finnland vermutet eine Verletzung seines Luftraums durch Russland. Die Luftwaffe des EU-Mitgliedslands ließ nach Angaben des Verteidigungsministerium Jets aufsteigen, um zu prüfen, ob zwei russische Flugzeuge nacheinander binnen weniger Stunden am Dienstag unerlaubt über dem Golf von Finnland unterwegs gewesen seien. Die Identifizierung habe ergeben, dass es sich um sogenannten staatliche Maschinen gehandelt habe, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Damit werden sowohl Militärjets bezeichnet, als auch von der Polizei oder Zollbehörden eingesetzte Flugzeuge. Die Grenzbehörden würden Daten auswerten. Weitere Details wurden nicht genannt.

          Finnland teilt sich eine 1.300 Kilometer lange Grenze mit Russland. Die beiden Staaten unterhalten freundschaftliche Beziehungen. Im Zuge der Ukraine-Krise haben aber mehrere finnische Politiker schärfere Töne angeschlagen wegen des russischen Vorgehens, insbesondere nachdem die ukrainische Halbinsel Krim in die Russische Föderation einverleibt wurde.

          Russland testet Interkontinentalrakete

          Inmitten der Ukraine-Krise hat die Atommacht Russland unterdessen eine mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Interkontinentalrakete getestet. Die Rakete sei von den strategischen Raketentruppen des Landes vom Übungsgelände Kapustin Jar im südrussischen Gebiet Astrachan in Südrussland gestartet worden, teilte am Dienstag das Moskauer Verteidigungsministerium der Agentur Interfax zufolge mit.

          Bei der Parade anlässlich des Sieges über Nazi-Deutschland rollt am 9. Mai eine Langstreckenrakete des Typs „Topol-M“ durch Moskau

          Tausende Kilometer entfernt in der zentralasiatischen Republik Kasachstan sei das Geschoss wie geplant auf dem Gelände Sary-Schagan „präzise“ eingeschlagen. Zum genauen Typ der Rakete machte das Verteidigungsministerium laut Interfax keine Angaben. Die Nachrichtenagentur AFP will indes erfahren haben, dass es sich um eine Rakete des Typs RS-12 M „Topol“ gehandelt haben soll. Das Modell wurde in der Hochphase des Kalten Kriegs entwickelt und soll Ende des Jahrzehnts ausgemustert werden.

          Bereits im Dezember und im März hatten die russischen Streitkräfte Topol-Raketen zu Testzwecken abgefeuert. Die Nato führt die Raketen unter dem Codenamen SS-25 „Sickle“. Sie sollen über eine Reichweite von bis zu 10.000 Kilometern verfügen und können mit einem atomaren Sprengkopf bestückt werden. 

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