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Afghanistan : Nach vierzig Jahren Hoffnung auf Frieden

Ein Ende der Gewalt? Präsident Aschraf Ghani (Mitte) während des Schlusstages der Loya Dschirga am Freitag in Kabul Bild: AP

Der Krieg in Afghanistan dauert schon Jahrzehnte an, doch derzeit sind viele ausländische Akteure im Land der Meinung, er könne bald ein Ende haben.

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          Dieses Mal sollte es endlich gelingen. Nie hatten die Taliban seit ihrem Sturz Ende 2001 eine größere Stadt erobert und sie auch gehalten. Am 4. April, eine Woche vor dem offiziellen Beginn ihrer Frühjahrsoffensive, fielen mehrere hundert Taliban in Bala Murghab ein, der größten Stadt der Provinz Badghis im Nordwesten Afghanistans. Die Kämpfe in der Stadt mit fast 100.000 Einwohnern dauerten Tage. Mal drangen die Taliban vor, mal wurden sie von den Soldaten des 207. Korps der afghanischen Armee zurückgeworfen. Schließlich behielt die Armee die Oberhand.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          Es war auch ein Sieg der Nato, auch wenn deren Soldaten lediglich unterstützend eingegriffen haben. Die Mission, die die afghanischen Streitkräfte seit 2015 ausbildet und berät, hat mit der Vertreibung der Taliban aus Bala Murghab einen weiteren Erfolg zu verzeichnen. In der Provinz Badghis sind italienische Soldaten mit der Mission betraut. Sie operieren in unmittelbarer Nachbarschaft zum „Kommando Nord“ in Mazar-i-Sharif, an dessen Spitze der deutsche General Gerhard Ernst-Peter Klaffus steht. Sein Gebiet reicht von der Grenze zu China im Osten bis zur Grenze mit Turkmenistan im Westen.

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