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Corona-Tests in Tirol : „Raumschiff-Trucks“ und andere Merkwürdigkeiten

War es falscher Alarm? Als Tirol im Februar wegen einer mutmaßlichen Corona-Mutante abgeriegelt wurde, war die Autobahn im Inntal fast leer. Bild: dpa

In Tirol steht die Regierung wegen Corona-Tests der Firma HG Lab Truck unter Druck. Woher bekam sie den Auftrag – und wusste der Urologe, der sie gründete, was er tat? Hatte es gar falschen Mutanten-Alarm gegeben?

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          Österreich bezeichnet sich gern als Weltmeister im Corona-Testen. Und tatsächlich wird zwischen Bodensee und Neusiedler See bei rekordverdächtig vielen Leuten eine Probe entnommen. Am Mittwoch wurden 346.390 Tests durchgeführt, womit an einem Tag rund vier Prozent der österreichischen Bevölkerung auf das Virus getestet wurden. Dass die Infrastruktur nicht nach einem bürokratischen Schema F aus Normalzeiten aus dem Boden gestampft werden kann, liegt auf der Hand. Trotzdem wirken die Umstände, die dieser Tage in Tirol bei einer offenbar eigens für die Tests gegründeten Firma zutage getreten sind, einigermaßen skurril.

          Stephan Löwenstein
          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          Da geht es um die Fragen, ob die Qualitätsstandards eingehalten wurden und ob die Vergabe des millionenschweren Auftrags womöglich mit der berüchtigten „Freunderlwirtschaft“ und regionalen Netzwerken zu tun hatte. Am Dienstagabend trat der für Gesundheit zuständige Tiroler Landesrat (Minister) Bernhard Tilg zurück. Das kam unvermittelt, aber nicht eigentlich unerwartet. Denn Tirol steht in Sachen Corona nicht zum ersten Mal in den Schlagzeilen.

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