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Großbritannien : Glücklose May

Ein Jahr lang ist der britischen Premierministerin Theresa May fast alles gelungen. Seit dem Wahlkampf glückt ihr fast nichts mehr. Nur eines hält die Tories noch von ihrem Sturz ab.

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          Ein Jahr lang ist Theresa May fast alles gelungen. Seit dem Wahlkampf und erst recht seit ihrem schwachen Ergebnis glückt ihr so gut wie nichts mehr.

          Drei Tage vor der „Queen’s Speech“ – dem ersten Test der neuen Regierung – ringt die britische Premierministerin noch mit den Details für die Zusammenarbeit mit der nordirischen „Democratic Unionist Party“. Und am Tag vor dem Beginn der Brexit-Verhandlungen kritisiert der Schatzkanzler ihre Prioritäten und verstärkt so den Chor derer, die die ganze Verhandlungsstrategie in Frage stellen. Neben alldem wird May auch der Umgang mit den Opfern des Londoner Hochhausbrandes vorgehalten: Vermisst werden Gesten einfachsten Mitgefühls.

          May scheint den Aufgaben, die vor ihr stehen, nicht mehr gewachsen. Die Konservativen würden sie lieber heute als morgen loswerden. Nur eines hält sie (noch) vor einem Sturz der kopflos wirkenden Regierungschefin zurück: die Angst vor einem abermaligen Machtkampf in der Partei und die Befürchtung, die Regierung nach einer weiteren Neuwahl an Labour-Führer Jeremy Corbyn abzugeben.

          Nach Brandkatastrophe : Londoner zwischen Gebet und Straßenprotesten

          Jochen Buchsteiner

          Politischer Korrespondent in London.

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