Giftanschlag in Salisbury :
Welche Beweise hat Großbritannien?

Von Carolin Wollschied
Lesezeit: 3 Min.
Im britischen Salisbury, wo Sergej Skripal und seine Tochter Julja, entfernen Ermittler die verseuchte Parkbank (Archivfoto).
Nicht nur russische Politiker fordern, dass Großbritannien im Fall Skripal seine Beweise offenlegt. Neben den Briten ermittelt seit einer Woche auch eine unabhängige Organisation. Doch Deutschland hat deren Ergebnisse nicht abgewartet.

Die Kritik an der deutschen Regierung für das Vorgehen im Fall Skripal reißt nicht ab. Der stellvertretende SPD-Vorsitzende Ralf Stegner forderte in der „Süddeutschen Zeitung“, „dass endlich konkrete Beweise für die russische Verantwortung auf den Tisch gelegt werden“. Zuvor hatte bereits der frühere EU-Kommissar Günter Verheugen Zweifel an der Beweislage geäußert. Die Vorwürfe beruhten auf Annahmen und nicht auf gesichertem Wissen, kritisierte er. Auch der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Rolf Mützenich, bezeichnete die Ausweisung von vier russischen Diplomaten aus Deutschland als übereilt. Aber fehlen wirklich noch Beweise für Russlands Schuld?

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