Fall Hubert Seipel :
Wie deutsche Talk-Shows die Putin-Versteher hofierten

Von Markus Wehner, Berlin
Lesezeit: 4 Min.
Gabriele Krone-Schmalz nach der Talkshow „Riverboat“ im April 2016 in Leipzig
Hubert Seipel ist kein Einzelfall. Jahrelang haben Kreml-Apologeten im deutschen Fernsehen ihre Putin-Propaganda verbreitet. Kreml-Kritiker wurden zur Not einfach ausgeladen.

Ein Russlandfachmann war Hubert Seipel nie. Er spricht nicht einmal Russisch. Aber der exklusive Zugang des Journalisten zu Wladimir Putin verschaffte ihm Reputation und große Resonanz in Deutschland. Millionen Bundesbürger schauten seine Dokumentationen über Putin, hörten ihm in Talkshows zu, Zehntausende lasen seine Bücher. Seipel konnte Putin wochenlang begleiten, auf der Rotwildjagd in Sibirien oder in dessen Limousine in Moskau, ihn stundenlang befragen.

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