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Radikale Accounts : Facebook löscht Seiten von Hetzern

  • Aktualisiert am

Alex Jones gibt vergangenen September ein Interview. Bild: Reuters

Alex Jones, Milo Yiannopoulos und andere wiegeln auf, hetzen und haben damit Erfolg in sozialen Netzwerken. Nun hat Facebook auf Vorwürfe reagiert, zu wenig Verantwortung für die Inhalte auf seiner Plattform zu übernehmen. Die Sperren betreffen auch einen anderen populären Dienst.

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          Facebook hat eine Reihe von ultrakonservativen Kommentatoren aus Amerika und Großbritannien von seinen Seiten verbannt. Unter ihnen ist der einflussreiche amerikanische Verschwörungstheoretiker Alex Jones, der eine Radio-Talkshow hat und die Website „Infowars“ betreibt, wie der Internetkonzern am Donnerstag mitteilte. Ausgesperrt wurde auch der britische Provokateur Milo Yiannopoulos, dem Rassismus und Frauenfeindlichkeit vorgeworfen werden.

          Ferner von dem Bann betroffen ist der umstrittene amerikanische Schwarzenführer Louis Farrakhan, Chef der Organisation Nation des Islam. Ihm wird angelastet, antisemitische Ansichten und die Überlegenheit der schwarzen Rasse zu propagieren.

          Auch bei Instagram gelöscht

          Facebook habe schon immer Individuen oder Organisationen verbannt, die „Gewalt und Hass“ beförderten, erklärte das Unternehmen. Den Betroffenen werden ihre Seiten im Facebook-Netzwerk wie auch bei auch der Konzerntochter Instagram gelöscht.

          Die Sperre erfolgte offenbar mit ausreichend Vorwarnzeit, damit die Betroffenen ihre Follower vorwarnen und zu anderen Kanälen verweisen konnte.

          Jones war zwar schon im vergangenen Jahr von Facebook wegen „Verherrlichung von Gewalt“ und „entmenschlichender“ Sprache gegenüber Muslimen, Migranten und Transgendern ausgesperrt worden, damals aber nur vorläufig und nicht in vollem Umfang.

          Facebook und andere Onlinenetzwerke stehen seit dem amerikanischen Wahlkampf von 2016 und dem Brexit-Votum unter starkem Druck, energischer gegen die Verbreitung falscher und manipulativer Inhalten auf ihren Seiten vorzugehen. Die Betreiber der großen Plattformen haben auch diverse entsprechende Schritte ergriffen. Vielen Kritikern gehen die Maßnahmen aber nicht weit genug.

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