https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/f-a-z-exklusiv-saudi-arabien-nahm-zwei-millionen-syrer-auf-14256243.html

F.A.Z. exklusiv : Saudi-Arabien nahm zwei Millionen Syrer auf

  • Aktualisiert am

Der saudische Außenminister al Jubeir zusammen mit Frank-Walter Steinmeier auf einer Pressekonferenz in Berlin Bild: dpa

Der saudische Außenminister Adel al Jubeir erklärt im F.A.Z.-Interview, warum das Königreich zwei Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat. Er wendet sich gegen intolerante Prediger und spricht eine Warnung an Iran aus.

          1 Min.

          Saudi-Arabien hat seit dem Beginn der Krise in Syrien zwei Millionen Syrer aufgenommen. Von ihnen lebten noch 700.000 in Saudi-Arabien, sagte der Außenminister des Landes, Adel al Jubeir, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstagsaugabe). Saudi-Arabien unterstütze außerdem Flüchtlinge und Flüchtlingslager in der Türkei, in Jordanien und im Libanon mit mehr als eine Milliarde Dollar. Kein anderes Land habe, ausgenommen Deutschland, mehr für die syrischen Flüchtlinge getan, sagte al Jubeir in dem Interview.

          Im Kampf gegen den religiösen Extremismus fordert al Jubeir, den Status von Predigern, die zu Intoleranz aufrufen, zu annullieren. Auch Saudi-Arabien prüfe, was in den Moscheen des Landes gesagt werde. „Wenn wir das in Saudi-Arabien tun können, kann Deutschland es auch tun.“ Ohne Bodentruppen könne der „Islamische Staat“ nicht besiegt werden, so al Jubeir. Dazu müsse jedoch auch der syrische Machthaber Baschar al Assad beseitigt werden, wozu die Unterstützung für die syrische Opposition erhöht werden müsse. Al Jubeir warnte Iran vor Plänen, ein Persisches Reich bis ans Mittelmeer wieder zu errichten. Er forderte Iran auf, sich auf seine inneren Angelegenheiten zu konzentrieren und mit seinen Nachbarn in Frieden zu leben.

          Weitere Themen

          „Die Antwort ist leider konkret“

          Scholz spricht mit Bürgern : „Die Antwort ist leider konkret“

          Kann Olaf Scholz seine Politik erklären? Erstmals nach seiner Wahl zum Bundeskanzler stellt er sich im Fernsehen den Fragen von Bürgern – und antwortet so trocken wie detailreich. Dass das nur mittelgut ankommt, „kann er ab“.

          Topmeldungen

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Sie können bis zu 5 Newsletter gleichzeitig auswählen Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.
          Immobilienbewertung
          Verkaufen Sie zum Höchstpreis
          Sprachkurs
          Lernen Sie Englisch
          Kapitalanlage
          Pflegeimmobilien als Kapitalanlage