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F.A.Z. exklusiv : Saudi-Arabien nahm zwei Millionen Syrer auf

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Der saudische Außenminister al Jubeir zusammen mit Frank-Walter Steinmeier auf einer Pressekonferenz in Berlin Bild: dpa

Der saudische Außenminister Adel al Jubeir erklärt im F.A.Z.-Interview, warum das Königreich zwei Millionen Flüchtlinge aufgenommen hat. Er wendet sich gegen intolerante Prediger und spricht eine Warnung an Iran aus.

          Saudi-Arabien hat seit dem Beginn der Krise in Syrien zwei Millionen Syrer aufgenommen. Von ihnen lebten noch 700.000 in Saudi-Arabien, sagte der Außenminister des Landes, Adel al Jubeir, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Samstagsaugabe). Saudi-Arabien unterstütze außerdem Flüchtlinge und Flüchtlingslager in der Türkei, in Jordanien und im Libanon mit mehr als eine Milliarde Dollar. Kein anderes Land habe, ausgenommen Deutschland, mehr für die syrischen Flüchtlinge getan, sagte al Jubeir in dem Interview.

          Im Kampf gegen den religiösen Extremismus fordert al Jubeir, den Status von Predigern, die zu Intoleranz aufrufen, zu annullieren. Auch Saudi-Arabien prüfe, was in den Moscheen des Landes gesagt werde. „Wenn wir das in Saudi-Arabien tun können, kann Deutschland es auch tun.“ Ohne Bodentruppen könne der „Islamische Staat“ nicht besiegt werden, so al Jubeir. Dazu müsse jedoch auch der syrische Machthaber Baschar al Assad beseitigt werden, wozu die Unterstützung für die syrische Opposition erhöht werden müsse. Al Jubeir warnte Iran vor Plänen, ein Persisches Reich bis ans Mittelmeer wieder zu errichten. Er forderte Iran auf, sich auf seine inneren Angelegenheiten zu konzentrieren und mit seinen Nachbarn in Frieden zu leben.

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